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Flexible elektronische Schaltungen durch Lasertechnik

26.03.2008
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat ein neues Fertigungskonzept für die Herstellung elektronischer Schaltungen auf flexiblen Folien entwickelt. Diese Folienschaltungen können z. B. in Handys, Automobile oder diebstahlsichere Etiketten eingesetzt werden.

Elektronische Schaltungen auf flexiblen Folien sind heute unverzichtbare Bestandteile in diversen Produkten. Beispielsweise enthalten Handys, Automobile oder diebstahlsichere Etiketten solchen Folienschaltungen. Sie zeichnen sich besonders durch ihre Biegsamkeit, ihre geringe Größe und ihre hohe Zuverlässigkeit aus.

Der Trend zu flexiblen elektronischen Schaltungen für miniaturisierte Produkte erfordert neuartige kostengünstige Fertigungstechnologien. Daher hat das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST in Braunschweig Untersuchungen zu einem neuen Fertigungskonzept für großflächig strukturierte Dünnschichtsysteme mit gleichzeitig hoher Auflösung durchgeführt.

In einem ersten Schritt werden dünne Schichten wie Leiterbahnen auf eine Substratfolie durch das so genannte PVD-Verfahren (Physical Vapour Deposition, ein vakuumbasiertes Beschichtungsverfahren) aufgebracht. In einem zweiten Schritt werden diese Dünnschichtstrukturen mit dem Laser feinstrukturiert.
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Die Laserstrukturierung lässt sich sehr flexibel und einfach programmieren und kann unter geringem technischen Aufwand Dünnschicht-Schaltkreise unterschiedlicher Auflösungsanforderungen nahtlos miteinander kombinieren.

Mit dem Laser lassen sich gezielt die Stellen mit besonderer Anforderung an die Strukturauflösung, wie z.B. Feinleiter- oder Sensorformen, herausarbeiten. Das Verfahren ermöglicht damit die kostengünstige Variation von Schaltkreismodulen direkt im Fertigungsprozess.

Diese Kombination zwischen der Beschichtung durch PVD und die nachfolgende Feinstrukturierung durch den Laser vereinigt die Vorteile beider Verfahren. Einerseits haben die Dünnschichtstrukturen eine sehr hohe Auflösung bei hoher Prozessgeschwindigkeit und andererseits einen geringen Verbrauch an (Edel-) Metallen.

Welches technische Potential die vorgestellte Verfahrenskombination bei einer industriellen Umsetzung hat, kann anhand der bereits hergestellten Demonstratoren vorgestellt werden. Die Demonstratoren (s. Foto) enthalten neben großflächiger Strukturen mit geringer Auflösung wie z. B. einer RFID-Antenne und einem SmartTag auch mäanderförmige Teststrukturen mit Stegbreiten von weniger als 5 µm hergestellt. Die Arbeiten wurden durch die Forschungvereinigung 3D-MID e.V. unterstützt.

Die elektronischen Schaltungen auf flexiblen Folien sind auf dem LZH-Stand (Halle 6, Stand F 24) auf der Hannover Messe (21-25.04.2008) zu besichtigen.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

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