Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Cutting Edge Coatings: Optische Funktionsschichten für höchste Qualitätsansprüche

20.02.2008
Das Laser Zentrum Hannover hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Keimzelle hochinnovativer Spin-Offs entwickelt. Jüngste Firmenausgründung ist die Cutting Edge Coatings GmbH, die für die Vermarktung von Prozess-Innovationen in der so genannten Ionenstrahlzerstäubung (Ion Beam Sputtering, IBS) verantwortlich zeichnet.

IBS dient dem Aufbau dünner optischer Funktionsschichten für höchste Qualitätsanforderungen. Die Aktivitäten der im September 2007 gegründeten CEC GmbH sind darauf ausgerichtet, Firmen bei der Umsetzung eines verbesserten IBS-Prozesses über die Bereitstellung von Beschichtungsanlagen zu unterstützen.

Das IBS-Verfahren entspricht den stetig wachsenden Erfordernissen an die optische und strukturelle Qualität von Schichtsystemen, insbesondere für Anwendungen in der Lasertechnologie. Im Gegensatz zu klassischen thermischen Verdampfungsprozessen, bei denen das Beschichtungsgut bei Energien im Bereich einiger Zehntel Elektronenvolt eher poröse Mikrostrukturen ausbildet, entstehen bei den hohen Energien im IBS-Prozess kompakte glasartige Strukturen mit hoher Qualität und Stabilität. Zudem bietet das Verfahren eine übersichtliche Prozessführung: Ionengenerierung, Zerstäubung und Schichtbildung sind im Prozessraum separiert, der Prozess ist sehr stabil, reproduzierbar und arm an Kontaminationen durch Fremdatome oder Partikel.

Lange blieb der Einsatz von IBS aufgrund relativ hoher Betriebskosten auf Nischenanwendungen beschränkt. Erst in jüngster Vergangenheit konnten am Laser Zentrum Hannover e.V. entscheidende Verbesserung in der Geschwindigkeit, der Stabilität und der Kontrolle des Beschichtungsprozesses erreicht werden, die es künftig ermöglichen werden, den IBS-Prozess für eine größere Zahl von Anwendern wirtschaftlich attraktiv werden zu lassen. So ist durch die in der Anlagensteuerung verankerte Kombination mit einer optisch breitbandigen in-situ Schichtdickenkontrolle eine Automatisierung des hochstabilen Herstellungsprozesses darstellbar.

... mehr zu:
»IBS

Eine weitere grundlegende Verbesserung stellt die gleichzeitige Deposition von zwei Beschichtungsmaterialien dar, ohne dabei andere wichtige Schichteigenschaften zu verändern. Diese Prozessadaption ermöglicht es, weitgehend losgelöst von engen Brechwertgrenzen, neuartige Schichtsysteme bei gleichzeitig hoher optischer Güte herzustellen. Beispiel innovativer Dünnschichtdesigns sind die so genannten Rugate-Filter, die den Vorteil haben, dass damit breite Spektralbänder mit sehr geringen Variationen der Transmission bzw. Reflexion realisiert werden können. Bereits heute finden diese Filter weite Anwendungsbereiche z.B. bei Automotive-Displays, in der Fluoreszenzmikroskopie oder in der Astronomie.

Cutting Edge Coatings ist seit Januar 2008 Partner im niedersächsischen Kompetenznetz Optische Technologien PhotonicNet. Das Netzwerk hat den Gründungsprozess durch fachbezogene Unterstützung z.B. im Aufbau von Kontakten und bei der Ausarbeitung des Geschäftsplans unterstützt.

Kontakt:

Cutting Edge Coatings GmbH
Dr. Kai Starke
Hollerithallee 8
30419 Hannover
Germany
Tel.: +49-511-2788-244
Fax:+49-511-2788-100
E-Mail: Starke@cutting-edge-coatings.com

Anja Nieselt-Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.cutting-edge-coatings.com

Weitere Berichte zu: IBS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Verfahren bringt komplex geformte Verbundwerkstoffe in die Serie
23.01.2017 | Evonik Industries AG

nachricht Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile
19.01.2017 | Fraunhofer IFAM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie