Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsforum optische Technologien

14.05.2002


Unternehmen der neuen optischen Technologien in Mittelhessen rücken zusammen.



Am 13. Mai 2002 fand in Wetzlar das Zukunftsforum optische Technologien statt. Über 100 Teilnehmer aus mittelhessischen Unternehmen und Hochschulen trafen sich im Zentrum für High-Tech und Kultur, um über Visionen der Technik ihrer Branche zu diskutieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Hensoldt AG, Wetzlar, statt.


Wetzlarer Industrieprodukte brachten es in der Vergangenheit es zu Weltruf, allen voran die Leica, die erste Kleinbildkamera der Welt, aber auch Ferngläser der Firma Hensoldt oder Mikroskope der Firma Seibert. Neben den „Großen der Vergangenheit“ hat sich in Mittelhessen mittlerweile eine Landschaft hoch spezialisierter mittelständischer Unternehmen gebildet, die mit ihren Nischen- und Spezialprodukten alle Facetten der neuen optischen Technologien abdecken. Hohe technische Standards und hohe Qualität der Produkte erhalten hier auch weiterhin den Weltruf der Branche.

Ziel der Veranstaltung war es, die Unternehmen einander näher zu bringen und eine Diskussionsplattform zu schaffen.


Hier zeigte sich deutlich, dass sowohl große als auch kleine und mittelständische Unternehmen großes Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit in der Region zeigten. Günther Modrich, Vorstand der Hensoldt AG:“ Zukünftige Neuentwicklungen lassen sich in Kooperation mit spezialisierten Firmen aus dem Wetzlarer Raum wesentlich schneller und effektiver entwickeln und herstellen.“

Allgemeine Übereinstimmung bestand darin, eine engere Vernetzung zwischen Unternehmen, Forschung und Geldgebern im Zukunftsmarkt Optische Technologien zu erreichen. Betrachtet man die verschiedenen Industriezweige hier in Deutschland, so wird sehr schnell klar, dass die optischen Technologien in allen Bereichen zu finden sind. Ob in Medizintechnik, in Produktionsanlagen, in der Kommunikationstechnologie, der Automobilindustrie oder der ursprünglichen optischen Industrie, überall werden parallel Systeme entwickelt, die auf gleichen optischen Grundlagen beruhen. Prof. Theo Tschudi, TU-Darmstadt/Optence e.V. kommentiert:“ Könnte man alle diese Bereiche vernetzen und das Wissen aus diesen Entwicklungen vereinen, wäre eine wesentlich schneller Entwicklung von neuen Produkten und Technologien möglich. Ohne ausreichende Vernetzung geht sehr viel Wissen verloren.“

Als einen sehr kritischen Punkt sahen alle Referenten den starken Fachkräftemangel in der Region. Es fehlen vor allen Dingen Spezialisten aus den Bereichen optische Verfahrenstechniken und Optoelektronik. Herr Knud Schöber vom Zentrum für High Tech und Kultur wies in diesem Zusammenhang auf das Studium Plus der Fachhochschule Giessen-Friedberg hin. Das Studium Plus ist so ausgelegt, dass die Studenten während des Studiums von Firmen finanziert werden, im Gegenzug aber während der Semesterferien in den Unternehmen Projektarbeiten durchführen. Firmen haben hier die Möglichkeit sich den eigenen Nachwuchs aufzubauen. Zudem besteht die Möglichkeit als Mitglied im Competence Center Duale Hochschule Einfuß über den Beirat auf die fachliche Ausrichtung der Studiengänge zu nehmen. An der Veranstaltung waren mehrere Professoren der Fachhochschule Giessen-Friedberg vertreten, um auch von Ihrer Seite den Kontakt zu zur regionalen optischen Industrie zu intensivieren. Beispiel für ein erfolgreiches Unternehmen ist die Firma Sensitec aus Wetzlar, die von Beginn an einen aktiven Technologietransfer durch enge Zusammenarbeit mit der regionalen Fachhochschule betreibt.

Ziel für die Zukunft ist es die neuesten Technologien in die Region zu bringen. Dies ist nur durch die Nutzung von Synergien durch gemeinsame Projekte und die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für den Mittelstand möglich. Die Verbesserung von Ausbildungsstandards in Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Ausbildungszentren in der Region trägt ebenfalls dazu bei. Als Folge davon werden Arbeitsplätze durch Neugründungen und Ansiedlung von High-Tech Firmen geschaffen. Dies alles muss rechtzeitig geschehen, um die Stärken der mittelständischen Unternehmen in der Region Mittelhessen zu sichern. Alle sind gefordert an einem Strang ziehen und müssen bereits heute formulieren, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um den Weg für die Einführung zukünftiger Technologien auch in Mittelhessen zu bereiten.

Die Veranstaltung wurde auf Wunsch kleiner und mittelständischer Unternehmen initiiert. Die Organisation der Veranstaltung erfolgte von der regionalen Beratungsstelle für Technologietransfer Mittelhessen im Rahmen des TechnologieTransferNetzwerkes Hessen (TTN-Hessen), in Kooperation mit Optence, dem Kompetenznetz für optische Technologien Hessen und Rheinland Pfalz. Unterstützung fand das Zukunftsforum bei der Technologieberatung Hessen und dem IHK-Verbund Mittelhessen.

Kontakt:
Dr. Gernot Horst,
TTN-Hessen, Technologieberatung Hessen, regionale Beratungsstelle für Technologietransfer Mittelhessen,
c/o IHK-Gießen-Friedberg, Lonystr. 7, 35390 Giessen,
Tel.: 0641-7954-158, Fax.: 0641-7954-249,
E-Mail: horst@giessen-friedberg.ihk.de


| TTN-Hessen

Weitere Berichte zu: Technologietransfer Zukunftsforum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Projekt CeGlaFlex: Hauchdünne, bruchsichere und biegsame Keramik und Gläser
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Löschbare Tinte für den 3-D-Druck
24.04.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie