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Aus Abfall wird Energie zur Entsalzung von Meerwasser

24.06.2010
Katherina Reiche eröffnet Fachkonferenz auf Malta

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, hat heute ein neuartiges Konzept zur Meerwasserentsalzung mittels Energie aus der thermischen Nutzung von Abfällen vorgestellt.

„Moderne Abfallwirtschaftskonzepte wie „Waste to Water“ eröffnen die Chance, aus Abfällen, die nicht mehr benötigt werden, etwas zu gewinnen, das wir dringend benötigen – Energie. Kreisläufe schließen, Trinkwasser gewinnen und gleichzeitig das Klima schützen, dies sind die ökologischen Vorteile eines nachhaltigen Konzepts“, sagte Reiche zur Eröffnung der Konferenz „Waste to Energy“ auf Malta.

Im Rahmen der Konferenz wird die gemeinsam vom maltesischen und vom deutschen Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie „Waste to Water“ präsentiert. Die Münchner BASE Technologies GmbH untersucht darin Konzepte und technische Lösungen zur Nutzung von Energie aus der energetischen Nutzung von Abfällen für die Meerwasserentsalzung sowie die Eignung unterschiedlicher Verfahren für die spezifischen Rahmenbedingungen auf Malta.

Eine nachhaltige Abfallwirtschaft in Gestalt einer Kreislaufwirtschaft mit modernen und effizienten Behandlungstechniken für die Abfälle dient gleichzeitig dem Ressourcen- und dem Klimaschutz, etwa durch die Minimierung klimaschädlicher Methan- und CO2-Emissionen sowie durch die Substitution fossiler Energieträger. Die Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft auf europäischer und internationaler Ebene in diese Richtung wird deshalb in den nächsten Jahren ein vorrangiges Ziel sein.

„Die Umsetzung eines solchen Konzepts in Malta oder in vergleichbaren Staaten oder Regionen verbindet in der Praxis Umweltschutz mit ökonomischen Vorteilen“, betonte Reiche. „Deutschland ist weltweit führend bei Abfall- und Recyclingtechnologien. Dies eröffnet uns auch große wirtschaftliche Chancen. Denn der weltweite Bedarf an diesen Technologien und an innovativen, intelligenten Konzepten ist enorm“, so Reiche weiter.

Dr. Christiane Schwarte | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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