Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwickauer Mikrotechniker präsentieren neues Infrarot-Trocknungssystem

18.09.2014

Mikrosystemtechniker der Westsächsischen Hochschule Zwickau haben ein Infrarot-Trocknungssystem entwickelt, das die Herstellung mikromechanischer Bauelemente vereinfacht. Vorgestellt wird das Projekt vom 22. bis 26. September auf der International Conference on Micro and Nano Engineering in Lausanne.

Aushärtbare Kunstlacke, wie zum Beispiel Expoxidharze, kommen in der Mikrosystemtechnik bei der Herstellung mikromechanischer Bauelemente zum Einsatz. Dabei sind diese Lacke aber meistens nur Hilfsstoffe während des Prozesses.


Mit dem neuen Infrarot-Trocknungssystem kann das Verhältnis zwischen Feststoffgehalt und Lösungsmittelgehalt durch eine Gewichtsanalyse direkt beim Prozess bestimmt werden.

WHZ

Durch spezielle Verfahren können aber auch direkt aus den Lacken selbst mechanische Mikrosysteme gefertigt werden. Eine wesentliche Anforderung bei der Herstellung solcher Strukturen ist dabei eine gleichmäßige Trocknung der Lackschichten sowie ein möglichst geringer Restlösungsmittelgehalt.

Genau an diesem Punkt setzt das neue Infrarot-Trocknungssystem, das Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Micro-Electro-Mechanical Systems (AG MEMS) der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) unter Leitung von Prof. Jürgen Grimm entwickelt haben, an.

So wird der Trocknungsprozess in dem neuen System gravimetrisch kontrolliert, das heißt, das Verhältnis zwischen Feststoffgehalt und Lösungsmittelgehalt wird durch eine Gewichtsanalyse direkt beim Prozess bestimmt. Dadurch kann der Prozess jederzeit bei einem gewünschten Wert abgebrochen werden. Das verhindert, dass die erzeugten Produkte durch ungleichmäßiges oder übermäßiges Trocknen unbrauchbar werden.

Präsentiert wird das System vom 22. bis 26. September auf der International Conference on Micro and Nano Engineering (kurz MNE) in Lausanne. Die MNE ist eine Konferenzreihe, die jedes Jahr im September in einem europäischen Land stattfindet. Sie ist den zukunftsweisenden Mikro-und Nanotechnologien gewidmet.

Die Konferenz bringt Ingenieure und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen, um die jüngsten Fortschritte und zukünftige Trends in der Herstellung, Fertigung, Betrieb und Anwendung von Mikro- und Nanostrukturen bzw. -systemen zu diskutieren. Darüber hinaus findet parallel eine Fachausstellung statt, auf der Aussteller ihre Tools, Materialien und Software von unmittelbarem Interesse für die Mikro- und Nanotechnik-Community zeigen können.

Die Zwickauer Wissenschaftler werden sich mit ihrer Entwicklung am Stand der Firma micro resist technology GmbH (Standnummer 9) präsentieren. Die Firma ist seit vielen Jahren Projektpartner der AG MEMS an der WHZ. Das Unternehmen ist einer der deutschlandweit führenden Hersteller von Photoresisten für die Mikrosystemtechnik. Die AG MEMS und micro resist technology GmbH arbeiten hauptsächlich auf dem Forschungsgebiet der Resistverarbeitung zusammen. Ein Teil dieser Zusammenarbeit mündete letztlich in die Entwicklung des neuen Infrarot-Trocknungssystems, welches von micro resist technology GmbH aufgrund der Relevanz für die Fachwelt in Lausanne (Schweiz) gezeigt wird. „Wir sind sehr froh, dass wir uns auf der MNE präsentieren können. Für eine Arbeitsgruppe einer Fachhochschule ist die Teilnahme an einer derart großen, internationalen Tagung keinesfalls selbstverständlich“, berichtet Dipl.-Ing. (FH) Maik Schönfeld, der zusammen mit Prof. Jürgen Grimm die Arbeitsgruppe auf der Messe vertritt.

Weitere Informationen:

http://www.mne2014.org

Sascha Vogelsang | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen