Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei Fraunhofer FIT Projekte für die "European City of Science" ausgewählt

11.11.2008
Anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltet das französische Bildungs- und Forschungsministerium vom 14. - 16. November 2008 in Paris die weltweit größte Forschungsausstellung in 2008, die "European City of Science".

Aus einem großen Bewerberpool hat das Ministerium 80 Exponate ausgewählt, die dem Motto "Forschen im Dienst der Gesellschaft" am besten entsprachen. Darunter auch zwei Projekte des Fraunhofer FIT aus dem Themenfeld Mixed Reality.

Fraunhofer FIT stellt auf der "European City of Science" Ausstellung die von der Europäischen Union geförderten Projekte IPCity und Exploar vor. IPCity wird von Fraunhofer FIT koordiniert und entwickelt eine Kommunikationsplattform, die zukünftige Planungen im realen Stadtbild visualisieren kann, über die man sich informieren, gemeinsam interaktiv planen und Vorgehensweisen diskutieren kann.

In Paris zeigt das Forscherteam unter anderem das so genannte Mixed-Reality-Zelt. Dies ist ein mobiles Stadtplanungslabor, mit dem an geplanten Bauplätzen mit Hilfe interaktiver Computersimulationen die zukünftigen Gebäude sichtbar werden, lange bevor sie gebaut oder umgestaltet werden, etwa bei der Sanierung von altem Baubestand oder ganzen Stadtvierteln.

"Ein spezielles Sichtgerät überblendet oder erweitert das reale Umfeld mit den geplanten Neuerungen. So können Planer und Anwohner beispielsweise sehen, wie ein neues Gebäude eine Häuserzeile verändern wird", so Projektkoordinator Dr. Wolfgang Broll, Fraunhofer FIT.

Auch beim zweiten Exponat sind Mixed Reality Technologie und ein möglichst breites Zielpublikum zentrale Faktoren. Exploar entwickelt neuartige Lernumgebungen für wissenschaftliche Themenparks auf Basis von Mixed Reality. Das Grundprinzip ist dem von IPCity ähnlich. Nur werden hier die wissenschaftlichen Exponate mit Zusatzinformationen angereichert. Das System ist darüber hinaus interaktiv: Manipulationen an realen Exponaten werden erfasst und führen zu einer angepassten Darstellung der Zusatzinformationen. Benutzer können so auf spielerische Weise Hypothesen am System testen, bewerten und gegebenenfalls anpassen. Fraunhofer FIT demonstriert das System am Modell eines Flugzeugflügels, das dem Aerofoil-Exponat im Bristol Science Centre nachempfunden ist. Es erklärt, warum Flugzeuge fliegen. Durch die MR-Technologie wird die Veränderung der Auftriebskräfte in Abhängigkeit vom Anstellwinkel der Flugzeugtragfläche direkt visualisiert und so auf spielerische Weise erfahrbar.

Die Forschungsausstellung "European City of Science" findet im Stadtzentrum von Paris vom 14. - 16. November 2008 im und um den Grand Palais statt. Ziel der Ausstellung, die das französische Bildungs- und Forschungsministerium anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltet, ist es, einem möglichst breiten Publikum die Visionen der Europäischen Forschung zu vermitteln und den unmittelbaren Austausch von Forschung und Gesellschaft zu fördern.

Die beiden demonstrierten Projekte IPCity (Interaction and Presence in Urban Environments) und Exploar (Design the classroom of tomorrow by using advanced technologies to connect formal and informal learning environments) werden von der Europäischen Union gefördert.

Kontakt:

Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon: +49 2241 14-2208

Alex Deeg | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen
29.05.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft
29.05.2017 | Universität Mannheim

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise