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Zurück zu den Wurzeln – größte nationale Tagung für Nuklearmedizin in Hannover

20.04.2015

2000 Experten werden erwartet / MHH war vor 50 Jahren eine der Geburtsstätten der Nuklearmedizin

Vom 22. bis 25. April 2015 findet die NuklearMedizin 2015, die 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN), in Hannover statt. Die Jahrestagung kehrt damit an den Ort der Gründung der DGN im Jahr 1968 zurück, der gleichzeitig auch eine der wichtigen Geburtsstätten des Fachgebiets Nuklearmedizin ist.

Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Hundeshagen, der erster Präsident der DGN und langjähriger Rektor der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) war, begann dort bereits im Jahr 1965 mit dem Aufbau einer nuklearmedizinischen Fachabteilung. Er richtete an der MHH sowohl eine Forschungsabteilung mit spezieller Biophysik als auch eine Klinik für Nuklearmedizin ein.

Einer seiner Amtsnachfolger, Prof. Dr. Frank M. Bengel, Direktor der MHH-Klinik für Nuklearmedizin und diesjähriger Kongresspräsident, freut sich daher besonders, dass die Jahrestagung der Fachgesellschaft in Hannover mit dem 50jährigen Jubiläum der Medizinischen Hochschule zusammenfällt.

Mit der Kombination aus wissenschaftlichem Kongress – für den national und international renommierte Referenten und ausgesuchte Keynote-Sprecher gewonnen werden konnten – und einem interaktiven Fortbildungsprogramm bietet die 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. eine ideale Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Weiterbildung.

Die Industrie stellt in Hannover neueste Entwicklungen auf der in Deutschland größten branchenspezifischen Ausstellung vor. Damit zählt die NuklearMedizin 2015 zu den international bedeutendsten und größten Tagungen für Nuklearmedizin. In diesem Jahr werden rund 2.000 Teilnehmer – Mediziner, Naturwissenschaftler und medizinisch-technisches Personal – erwartet.

Vielfältige Radiopharmazeutika

Die Nuklearmedizin ist ein hochmodernes, sich rasch weiter entwickelndes Fachgebiet, das traditionell stark durch deutsche Einflüsse geprägt wird. In der Weiterentwicklung der modernen, am individuellen Patienten orientierten Medizin kommt ihr eine Schlüsselrolle zu. Durch eine gezielte Diagnostik, die molekulare Abläufe im Körper sichtbar macht, werden Krankheitsprozesse frühzeitig erkannt und eine ebenso gezielte Behandlung ermöglicht.

Grundprinzip hierfür sind die so genannten Radiopharmazeutika – radioaktiv markierte Moleküle, die sich im Körper zum Beispiel mit krankhaft veränderten Zellen verbinden und mit hoch technisierten Kamerasystemen sichtbar gemacht werden können.

Insbesondere im Bereich der Krebsmedizin, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Nervenheilkunde haben sie zu neuen, gezielten Untersuchungen und Behandlungen beigetragen. Ein Schwerpunkt des Kongresses wird darin liegen, die rasant zunehmende Vielfalt dieser Radiopharmazeutika vorzustellen.

Diagnostik und Therapie kombiniert

Diese Radiopharmazeutika können aber nicht nur zur molekularen Bildgebung genutzt werden. Vielmehr besteht die Möglichkeit, das radioaktiv markierte Molekül gleichzeitig auch zur Behandlung der Erkrankung einzusetzen. Dieses Prinzip der kombinierten nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie – die sogenannte „Theragnostik“ – wurde in jüngster Zeit mit großem Erfolg zur Behandlung verschiedener Tumoren eingeführt.

Die neuen Techniken haben gemeinsam, dass im Körper zunächst Tumorherde über ihre biologischen Eigenschaften identifiziert und anschließend gezielt mit einer hohen Strahlendosis über den gleichen biologischen Mechanismus ausgeschaltet werden. Diesem außerordentlich zukunftsträchtigen Thema der bildgesteuerten Therapie ist nicht nur ein weiterer Schwerpunkt der Jahrestagung der DGN, sondern zusätzlich auch noch das Vorkongress Symposium „Bildgesteuerte Therapie: Neue Horizonte“ gewidmet, das der NuklearMedizin 2015 am 22. April 2015 vorangehen wird.

Diese molekulare Bildgebung mit Radiopharmazeutika und nuklearmedizinischen Techniken kann aber nicht nur auf eine einzigartige Weise die frühesten Veränderungen bei Erkrankungen erkennen. Sie trägt zudem auch dazu bei, bei der Entwicklung neuer Medikamente mitzuhelfen und später die Anwendung dieser neu entwickelten Substanzen am Patienten gezielt zu optimieren.

Das eindrucksvollste aktuelle Beispiel hierfür ist die Alzheimer Demenz, wo gerade mehrere neue nuklearmedizinische Techniken eingeführt wurden. Sie ermöglichen die Erkennung von speziellen Eiweißablagerungen im Gehirn, die der Alzheimer Demenz vorausgehen und diese später auslösen. Nun besteht die Hoffnung, dass diese neuen nuklearmedizinischen Techniken auch dazu beitragen können, Substanzen zu entwickeln, die gegen diese krankheitsauslösenden Eiweißablagerungen der Alzheimer Demenz gerichtet sind. So käme der Nuklearmedizin eine Schlüsselrolle in einer zukünftig wirksameren Behandlung dieser bisher noch kaum behandelbaren Erkrankung zu.

Einzigartiges Forum

Die Jahrestagung NuklearMedizin 2015 ist ein einzigartiges Forum für die Präsentation des aktuellen Standes sowie des Fortschritts moderner medizinischer Techniken. Die Tagung steht somit an der Schnittstelle zwischen akademischer Forschung, moderner Patientenversorgung, Präzisionsmedizin der Zukunft und technologischer Weiterentwicklung durch Industriepartner. Das vielseitige, interdisziplinäre Umfeld wird die rasante Entwicklung des Fachgebietes weiter vorantreiben. Die Industrieausstellung, auf der nationale und internationale Hersteller den aktuellen Stand ihrer Entwicklungen präsentieren, ist dabei zentraler Bestandteil des Kongresses.

Sämtliche Informationen zur NuklearMedizin 2015 stehen auf der Kongresshomepage www.nuklearmedizin2015.de  zur Verfügung. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress möglich.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Stefanie Neu
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551 / 48857-402, info@nuklearmedizin.de www.nuklearmedizin.de

Medizinische Hochschule Hannover
Stefan Zorn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Leiter Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover Tel. (0511) 532-6773, zorn.stefan@mh-hannover.de

Stefan Zorn | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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