Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zika – ein Mückenstich mit schwerwiegenden Folgen

14.10.2016

Auftakt der HZI-Vortragsreihe „KrankheitsErregend“ zum Thema „Neu auftretende Infektionskrankheiten“

Neu auftretende Infektionskrankheiten stehen 2016 im Fokus der Vortragsreihe „KrankheitsErregend“, die das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig bereits zum fünften Mal ausrichtet. Ab dem 22. Oktober 2016 informiert das HZI an drei Samstagvormittagen über Zika, Ebola und Hepatits E. Diese drei Infektionskrankheiten sind immer wieder in den Schlagzeilen und stellen Wissenschaft und Politik vor neue Herausforderungen.


Die HZI-Vortragsreihe "KrankheitsErregend" startet mit einer allgemeinen Einführung und einem Vortrag über Zika

HZI; fotolia/Tacio Philip

Welche Gefahren, Infektionswege und Strategien zur Bekämpfung bei neu auftretenden Infektionen vorliegen, darüber gibt Christine Goffinet am 22. Oktober 2016 Auskunft. Goffinet ist Junior-Professorin am TWINCORE in Hannover, einer gemeinsamen Einrichtung des HZI und der medizinischen Hochschule Hannover.

Anschließend klärt Susanne Modrow, Professorin am Universitätsklinikum Regensburg, über ein „altes“ Virus auf, über das die Medien intensiv seit Mai 2015 berichten: das Zikavirus, das bereits 1947 bei einem Affen im Zikawald in Uganda entdeckt wurde. Infizierte Menschen in Brasilien, in der Karibik und in Florida zeigten Symptome, die anderen von Mücken übertragenen Infektionen ähnelten. Mittlerweile kommen Meldungen über Zika-Infektionen auch von anderen Kontinenten. Man nimmt an, dass das Virus nicht nur von Mücken übertragen wird. Sexuelle Übertragungswege sind jedoch noch nicht eindeutig belegt.

Eine Zika-Infektion verläuft in den meisten Fällen mild und führt nur sehr selten zum Tod. Problematisch ist sie allerdings während der Schwangerschaft: Sie kann Hirnfehlbildungen – etwa die sogenannte Mikrozephalie – beim ungeborenen Kind verursachen.

Die Behandlung Infizierter erfolgt lediglich symptomatisch. Bislang gibt es weder einen Impfstoff, der vor dem Zikavirus schützt, noch Medikamente für eine gezielte Therapie. Bis zu den vermehrt auftretenden Infektionen wurde Zika als wenig schwerwiegend eingestuft, die Entwicklung eines Impfstoffs und einer Therapie waren nicht vorgesehen.

Nicht nur das Zikavirus sorgt für Verunsicherung: 2014 kam es zur bisher größten Ebola-Epidemie mit mehr als 11.000 Toten. Menschen infizieren sich mit dem Ebolavirus durch den Kontakt mit befallenen Tieren. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Blut. Insgesamt liegt die Sterberate bei einer Ebola-Infektion bei mehr als 50 Prozent.

Am 5. November 2016 informieren Prof. August Stich von der Missionsärztlichen Klinik Würzburg und HZI-Epidemiologe Prof. Gérard Krause über Ebola, für das es bislang weder ein spezifisches Gegenmittel noch eine Impfung gibt.

Am 19. November 2016 widmet sich der dritte Teil der Reihe „KrankheitsErregend“ den Ansätzen zur Bekämpfung von Hepatitis E. Mit dem zunehmend auftretenden Hepatitis E-Virus infizieren sich in Deutschland jährlich rund 300.000 Menschen. Das Virus löst eine akute Entzündung der Leber aus. Die wenigsten Betroffenen merken etwas von ihrer Erkrankung, aber sie kann in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen.

Geeignete Medikamente oder Therapien stehen bislang noch nicht zur Verfügung. Welcher Forschungsaufwand bei einer Erkrankung gerechtfertigt ist, die nur selten lebensbedrohlich verläuft – auch mit dieser Frage beschäftigen sich Prof. Michael P. Manns, klinischer Direktor des HZI, sowie Prof. Eike Steinmann vom TWINCORE.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 10:30 Uhr im Forum des HZI. Der Eintritt ist frei. Es werden jeweils zwei Referenten zu Gast sein. Im Anschluss bietet eine moderierte Diskussion Gelegenheit für Zuschauerfragen. Die Referenten stehen nach der Veranstaltung gern für Interviews zur Verfügung.

Nähere Informationen finden Sie unter http://www.helmholtz-hzi.de/krankheitserregend. Rückfragen beantwortet gerne die Pressestelle des HZI (Telefon: 0531/6181-1402, E-Mail: veranstaltungen@helmholtz-hzi.de).

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern. http://www.helmholtz-hzi.de

Sie finden diese Pressemitteilung und Bildmaterial auch auf unserer Internetseite unter dem Link https://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/news/ansicht/article/complete/zika_ein...

Ihre Ansprechpartner:
Susanne Thiele, Pressesprecherin
Katja Flaig, Projektmanagerin

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Presse und Kommunikation
Inhoffenstraße 7
D-38124 Braunschweig

Tel.: 0531 6181-1400; 0531 6181-1402

Susanne Thiele | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften