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ZiF-Tagung: Forscher und Journalisten diskutieren über Rolle der Medien bei Katastrophen

10.06.2011
Medien haben in Krisen- und in Katastrophenfällen die Aufgabe, das gesellschaftliche (Über-)Leben mit zu koordinieren.

Eine Tagung der aktuellen Forschergruppe am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) an der Universität Bielefeld befasst sich daher mit dem Thema: „Medien in der Katastrophe – Katastrophen in den Medien“. Die Tagung ist am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. Juni, im ZiF.

In dem ersten Themenschwerpunkt der Konferenz – Medien in der Katastrophe – gehen die Forscher und Journalisten unter anderem auf das professionelle Katastrophenmanagement und die politische und organisationale Krisenkommunikation ein. Auch psychosoziale Betreuung und die Einsatzkommunikation werden angesprochen.

Deutlich wird dabei, dass Massenmedien wie Presse, Radio und Fernsehen nicht nur die klassische Rolle des Berichterstatters übernehmen. Vielmehr mischen sie sich aktiv in das gesellschaftliche Katastrophenmanagement ein, wenn sie Leistungen und Auftreten von Managern, Organisationen und politischen Akteuren thematisieren und hinterfragen. Medien beteiligen sich durch Berichte, Analysen und die Integration von bürgergenerierten Inhalten mobilisierend und differenzierend an der sozialen Selbstorganisation während einer Katastrophe.

Auch das Internet hat hier wachsende Bedeutung – mit Medienportalen wie Spiegel-Online und sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook. Im ersten Teil der Tagung werden die journalistischen Rollen und Leistungen der Presse und des Fernsehens untersucht. Zudem geht es um die Bedingungen, Anforderungen und Herausforderungen, denen Journalisten und Medien in Katastrophen gegenüberstehen.

Der zweite Themenschwerpunkt der Konferenz – „Katastrophen in den Medien“ – greift die Formen, Formate und Inhalte auf, mit denen Katastrophen in den Medien thematisiert werden. Die Teilnehmer der Tagung untersuchen vor allem journalistische und dokumentarische Formate, um deren Funktionen im gesellschaftlichen Umgang mit Katastrophen herauszuarbeiten.

Leiter der Konferenz ist Professor Dr. Gebhard Rusch von der Universität Siegen. Er gehört zusammen mit Professor Dr. Jörg Bergmann (Universität Bielefeld) und Professorin Dr. Heike Egner (Universität Klagenfurt) zu den Leitern der aktuellen Forschungsgruppe „Communicating Disaster“ am ZiF.

Tagungszeiten:
16. Juni, 12.30 Uhr bis 18.30 Uhr
17. Juni, 8.30 Uhr bis 12.45 Uhr
Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/(en)/ZIF/FG/2010CommunicatingDisaster/Events/04-12-Media.html
Kontakt:
Marén Schorch, Universität Bielefeld
Center for Interdisciplinary Research (ZiF)
Telefon: 0521 106-2776
E-Mail: communicating_disaster@uni-bielefeld.de
Tagungsbüro des ZiF:
Marina Hoffmann, Universität Bielefeld
Telefon: 0521 106-2769
E-Mail: marina.hoffmann@uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de

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