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Zeitenwende in der Autoindustrie

01.02.2017

Mit über 1.100 angemeldeten Teilnehmern erreichte das 17. CAR-Symposium der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 1. Februar erneut einen Spitzenwert. Im Fokus stand die intelligente individuelle Mobilität. Prof. Ferdinand Dudenhöffer: „Alle Autobauer, Zulieferer und IT-Unternehmen arbeiten fieberhaft am intelligenten Auto, das automatisiert und emissionsfrei elektrisch fährt.“

Der Kongress zeigte, dass die Turbulenzen um den Kurs der neuen US-Regierung und die BREXIT-Folgen auch die Autobauer in Atem halten. Wie ernst muss die Branche Donald Trump nehmen? Jeder fünfte Neuwagen weltweit findet in USA seinen Käufer. Mit 17,5 Millionen Neuwagenverkäufen im letzten Jahr war die USA der zweitgrößte Automarkt der Welt.

Der BMW-Vorstandsvorsitzende Harald Krüger betonte auf dem 17. CAR-Symposium, sein Unternehmen habe im US-Bundesstaat South Carolina sein größtes Werk weltweit. Krüger: „Als global agierendes Unternehmen sind wir auf allen wichtigen Märkten präsent. Das bedeutet auch, dass wir die automobile Wertschöpfung international ausgewogen verteilen. Das sichert insgesamt Kontinuität in volatilen Zeiten. Der freie Welthandel hat diese Erfolgsgeschichte in den USA erst möglich gemacht: 70% der hier produzierten Automobile werden exportiert.“

Auch die Zulieferer verfolgen die US-Entwicklungen mit hoher Aufmerksamkeit. „Wir gehen dorthin, wo unsere Kunden sind und richten uns nach deren Bedürfnissen aus. Wir treffen jetzt sicher keine übereilten Entscheidungen“, so der Vorstandsvorsitzende der ZF Friedrichhafen AG, Dr. Stefan Sommer, beim 17. CAR Symposium.

Der Übergang in die Welt des autonomen Fahrens konfrontiert die Technologiekonzerne mit neuen Herausforderungen, die weit über die Welt der „vier Räder“ hinausgehen. Wie können Innovationsprozesse gestaltet werden? Nur mit Hilfe künstlicher Intelligenz, schnellen Datentransfers mit 5G Internet, aber auch mit neuen lenkradlosen Fahrzeug-Interieurs, war Tenor der Diskussionen und Präsentationen zum autonomen Fahren.

BMW-Chef Harald Krüger bekräftigte: „Das autonome Fahren ist eine Riesenchance für den Automobilstandort Deutschland. Hier entwickeln wir die Technologie für morgen, erarbeiten entscheidende Wettbewerbsvorteile und schaffen damit die künftigen Arbeitsplätze.“ Die BMW Group baut ein Entwicklungszentrum für das autonome Fahren in München mit über 2.000 Arbeitsplätzen.

Dass dabei das Thema Fahrzeugsicherheit eine noch größere Rolle einnimmt, betonte der Vorstandsvorsitzende eines der größten Automobilzulieferer Stefan Sommer: „Neue Fahrzeugarchitekturen und die flexible Innenraumnutzung stellen deutlich komplexere Anforderungen an die Fahrzeugsicherheit. Ohne deren Berücksichtigung können sich weder autonome Fahrzeuge noch die E-Mobilität in der Breite durchsetzen.“.

Mit mehr als 100 Partnerunternehmen aus der Automobilindustrie, einer Fachausstellung, bei der über 85 Unternehmen ihre Produkte und Innovationen präsentierten, sowie 15 Info- und Workshops konnten die Besucher jede Menge an Informationen über das große Zukunftsthema mitnehmen. „Bei all dem was gezeigt worden ist, können wir uns über das intelligente Auto für die A40 freuen“, zieht Veranstalter Dudenhöffer Resümee.

Das Karriere-Sprungbrett CAR-connects am 2. Februar nutzen rund 3.000 Studierende und Hochschulabsolventen. Es ist die größte deutsche Karriere-Messe für die Automobilindustrie. Am 20. April findet bereits das dritte CAR-Symposium in China statt. Anlässlich der größten Automobilmesse im größten Automarkt der Welt tagen Wissenschaftler und Industrieexperten in Shanghai.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Tel. 0203/379-1111, ferdinand.dudenhöffer@uni-due.de
Jan Wortberg, Tel. 0203/306-1247, jan.wortberg@ds-automotive.de

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430

Weitere Informationen:

http://www.car-symposium.de

Beate Kostka | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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