Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn Wörterbücher online gehen

19.07.2012
Internationale Lexikografie-Konferenz vom 25.-28. Juli an der Universität Jena

Die „International Conference on Historical Lexicography and Lexikology“ findet bei ihrer sechsten Auflage erstmals in Deutschland statt. Veranstaltet von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig werden vom 25.-28. Juli 2012 etwa 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Jena erwartet, Gäste sind herzlich willkommen.

Ein zentrales Thema wird die Frage der Digitalisierung sein. Wörterbücher stehen längst nicht mehr nur – wenn überhaupt noch – gedruckt zur Verfügung. Das stellt Herausgeber und Sprachwissenschaftler vor ganz neue Herausforderungen. Während der Konferenz werden daher die Probleme von online-Wörterbüchern intensiv diskutiert. „Das entsprechende Verständnis hilft bei der Konzipierung neuer Wörterbücher und schult für laufende Projekte.Die historische Lexikographie ist bei diesem Prozess unter neuem Blickwinkel gefragt“, sagt die Mitorganisatorin Dr. Bettina Bock.

Und ihre Kollegin Dr. Maria Kozianka, Mitarbeiterin an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, ergänzt: „Die mehrdimensionalen Möglichkeiten eines online-Wörterbuchs erlauben die Verwendung verschiedener lexikologischer Ansätze. Anregungen können dabei von teils auch zeitlich weiter zurückliegenden Wörterbuchkonzepten kommen. Ebenso können Erkenntnisse zur Gestaltung zweisprachiger Wörterbücher in die Konzeption mehrsprachiger einfließen.“

Der Jenaer Lehrstuhl für Indogermanistik, dem zwei Wörterbucharbeitsstellen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig angegliedert sind, hat der Tagung ein besonderes Profil gegeben: mit seinen Schwerpunkten Wörterbücher, Sprachgeschichte und Mehrsprachigkeit. Welche Vorbildrolle den großen europäischen Wörterbuchprojekten zukommt, ist Gegenstand mehrerer Vorträge, kommt aber auch bei der Vorstellung gerade erst angelaufener oder geplanter Vorhaben zu weniger intensiv untersuchten Sprachen zum Vorschein. So, wie der nicht-europäische Raum einen besonderen Platz während der Tagung einnimmt.

Bei der Konzeptionierung der Tagung wurde der wissenschaftliche Nachwuchs speziell berücksichtigt. Ihm werden vielfältige Möglichkeiten geboten, seine Forschungsergebnisse vorzustellen.

„Die Tagung soll darüber hinaus Mehrsprachigkeit nicht nur in Vorträgen zum Gegenstand haben, sondern auch in Sachen Wissenschaftssprache ein Zeichen setzen“, sagt Dr. Bock. „Es sind daher neben dem Englischen auch Deutsch und Französisch als Vortragssprachen zugelassen. Gerade für Lexikographen ist Mehrsprachigkeit eine Notwendigkeit.“

Das Programm der Tagung umfasst die drei Bereiche „Historische Lexikologie“, „Historische Lexikographie“ und „Digitalisierung von Wörterbüchern“. Zum Rahmenprogramm gehören u. a. eine vom Lehrstuhl für Indogermanistik mitkonzipierte Ausstellung „Wörterbuchprojekte aus Jena“ (erst im Hörsaal 6 des Uni-Campus, Carl-Zeiß-Str. 3; ab 15. September in der Galerie Stadtspeicher Jena zu sehen) und die Vorstellung von alten Drucken historischer Wörterbücher, die in der Handschriftenabteilung der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek aufbewahrt werden.

Kontakt:
Dr. Bettina Bock / Dr. Maria Kozianka
Lehrstuhl für Indogermanistik der Universität Jena
Zwätzengasse 12
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944385 oder 944383
E-Mail: bettina.bock[at]uni-jena.de / maria.kozianka[at]uni-jena.de

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.indogermanistik.uni-jena.de/
http://www.saw-leipzig.de/ichll

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von festen Körpern und Philosophen
23.02.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Spannungsfeld Elektromobilität
23.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics