Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftler analysieren kollektive Bewegung

25.10.2012
Welche Mechanismen sorgen dafür, dass Vögel oder Fische in großen Schwärmen nicht miteinander kollidieren und sich harmonisch miteinander bewegen?

Schwarmverhalten ist das bekannteste Beispiel für kollektive Bewegungen in biologischen Systemen. Solche Bewegung existieren aber auch auf der zellulären und organismischen Ebene.

Die Untersuchung dieses Phänomens ist vom 5. bis zum 9. November Gegenstand einer Konferenz am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Unter der Leitung des Computerwissenschaftlers Professor Dr. Andreas Deutsch (Universität Dresden) und der Biologen Professor Dr. Guy Théraulaz (Université Paul Sabatier Toulouse, Frankreich) und Professor Dr. Tamas Vicsek (Eötvös Loránd University Budapest, Ungarn) ist es das Hauptziel des Workshops, Experten einer rasch wachsenden Forschungsrichtung zusammenzubringen.

Zwei Themen stehen im Mittelpunkt des Workshops: zum einen die Vorstellung von experimentellen Daten und Methoden, die für eine Rekonstruktion und die Modellierung von Interaktionen zwischen den Systemindividuen erforderlich sind. Ein besseres Verständnis darüber, wie Informationsübertragung bei verschiedenen Interaktionsformen (zum Beispiel visuell, chemisch, vibratorisch) zu einem bestimmten kollektiven Muster führt, ist von immenser Bedeutung.

Das zweite Thema ist die theoretische Untersuchung von Organisationsprinzipien, motiviert insbesondere durch die Frage, inwieweit universelle Prinzipien den unterschiedlichen Formen kollektiver Bewegung zu Grunde liegen. In der Tat können unterschiedliche Interaktionsmechanismen zu ähnlichem kollektiven Verhalten führen.

Derzeit gibt es eine große wissenschaftliche Aktivität im beschriebenen Forschungsfeld zwischen Datenerhebung und Modellierung kollektiver Bewegung sowohl in multizellulären Verbänden und Gruppen von Organismen als auch in der Entwicklung und Analyse generischer also möglichst allgemeingültiger Konzepte und Modelle. Die Konferenz will deshalb zu einem effektiven und schnellen Ideenaustausch beitragen und den Aufbau neuer interdisziplinärer Kooperationen in diesem hochdynamischen Forschungsgebiet ermöglichen.

Die Konferenzsprache wird Englisch sein.

Die Konferenz ist öffentlich und kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten.

Das ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung – fördert als Institute for Advanced Study der Universität Bielefeld herausragende interdisziplinäre und zukunftsweisende Forschungsprojekte. Es ist eine unabhängige, thematisch ungebundene Forschungseinrichtung, offen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Länder und aller Disziplinen.

Tagungszeiten:
5. November, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
6. November, 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr
7. November, 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr
8. November, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
9. November, 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Kontakt:
Bei inhaltlichen Fragen:
Prof. Dr. Andreas Deutsch
E-Mail: andreas.deutsch@tu-dresden.de
Anfragen zur Tagungsorganisation:
Marina Hoffmann, Universität Bielefeld
Telefon: 0521 106-2768
E-Mail: Marina.Hoffmann@uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2012/11-05-Deutsch.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz
24.01.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme
24.01.2017 | Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie