Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie aus Wissen Innovationen werden

05.11.2009
82. Tagung des Wissenschaftlichen Rates der AiF
am 10. November 2009 in Wetzlar

Wie kann das Wissen in die Unternehmen gelangen, damit innovative Produkte und Verfahren entstehen können? Das ist die Leitfrage, die die Experten im Innovationsnetzwerk der AiF permanent beschäftigt.

Eine leistungsfähige Infrastruktur existiert bereits seit 55 Jahren, heißt industrielle Gemeinschaftsforschung und wird über die AiF aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Der Wissenschaftliche Rat beschäftigt sich als ein Gremium der AiF mit der Pflege und Weiterentwicklung der industriellen Gemeinschaftsforschung. Jeden Herbst trifft er zusammen, um satzungsbedingte Angelegenheiten wie Vorstandswahlen zu absolvieren, aber auch um sich über den Stand der angewandten Forschung quer durch die Branchen auszutauschen. Zusätzlich haben die Experten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten im Rahmen ihrer Tagungen Gelegenheit, sich über ein bestimmtes Forschungsfeld besonders intensiv zu informieren. Diesmal ist es die Stahlindustrie.

Nicht zufällig also treffen sich die Wissenschaftler dieses Jahr in Wetzlar, mitten im "hessischen Eisenland". Diese Bezeichnung geht auf die reichen Eisenerzvorkommen zurück, die man in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Lahn-Dill-Gebiet und in Oberhessen fand. Ungefähr zur selben Zeit fängt auch die Geschichte des Familienbetriebs Buderus an, der heute als Buderus Edelstahl GmbH zu den größten Gießereiunternehmen Europas gehört und an diesem Tag die Tore für den Wissenschaftlichen Rat der AiF öffnet.

Über Forschung in der Stahlindustrie referieren Dr. Hans Joachim Wieland von der Forschungsvereinigung Stahlanwendung (FOSTA, Düsseldorf), Dr. Frank Hippenstiel von der Buderus Edelstahl GmbH und Prof. Klaus Dilger vom Institut für Füge- und Schweißtechnik der Technischen Universität Braunschweig. Im Innovationsnetz der AiF gibt es gleich vier Forschungsvereinigungen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten zum Thema Stahl forschen: neben der schon genannten FOSTA den Deutschen Ausschuss für Stahlbau (DASt, Düsseldorf), die Forschungsgesellschaft Stahlverformung (FSV, Hagen) sowie die VDEh-Gesellschaft zur Förderung der Eisenforschung im Stahl-Zentrum Düsseldorf.

Die Tagung bildet auch einen passenden Rahmen, um einerseits Geleistetes auf dem Gebiet der industriellen Gemeinschaftsforschung zu würdigen und andererseits zu zukünftigen Leistungen in der angewandten Forschung anzuspornen. Daher vergibt die AiF an diesem Tag sowohl ihren mit 5.000 Euro dotierten Otto von Guericke-Preis 2009 als auch vier Studienstipendien.

Über die AiF:
Die AiF fördert seit 1954 Forschung und Entwicklung zugunsten mittelständischer Unternehmen. Sie ist Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Als Dach eines Netzwerks mit rund 100 Forschungsvereinigungen bietet sie praxisnahe Innovationsberatung. Pro Jahr fließen über die AiF ca. 350 Millionen Euro öffentliche Mittel in mehrere Tausend Forschungsprojekte.
Presse:
AiF, Anita Widera, E-Mail: presse@aif.de, Tel.: 0221 37680-15

Anita Widera | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie