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Wirtschaftswachstum in der globalisierten Welt

08.02.2011
„2. Jenaer Konvent zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft“ an der Universität Jena (18.2.)

Staatsverschuldung, Eurokrise, scheinbar zunehmende soziale Ungleichheit – die Soziale Marktwirtschaft steckt in der Krise. Das einstige Erfolgsmodell, das Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren ein beispielloses „Wirtschaftswunder“ bescherte, braucht neue Impulse aus der Politik, ist Prof. Dr. Andreas Freytag von der Friedrich-Schiller-Universität Jena überzeugt.

„Es gilt, die Idee der Sozialen Marktwirtschaft neu zu beleben“, betont der Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik. Es lasse sich eine gewisse Orientierungslosigkeit in der deutschen Wirtschafts- und Sozialpolitik feststellen. „Hinzu kommen neue Herausforderungen, wie die Globalisierung oder der demografische Wandel, die eine Erneuerung der Marktwirtschaft notwendig machen.“

Zu diesem Zweck hat sich 2008 die „Jenaer Allianz zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft“ zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk, dem Organisationen, Institutionen und Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik angehören, lädt am Freitag (18. Februar) zum „2. Jenaer Konvent zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft“ an die Friedrich-Schiller-Universität ein. „Ganz bewusst haben sich die Veranstalter – wie schon 2008 – für Jena als Austragungsort des Konvents entschieden“, sagt Freytag mit Verweis darauf, dass hier Walter Eucken geboren wurde und Wilhelm Röpke seine erste akademische Wirkungsstätte hatte: zwei der wichtigsten Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft.

In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wollen die rund 150 Teilnehmer die Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft auf den Prüfstand stellen. In zwei parallelen Arbeitskreisen geht es morgens um die Themen „Wirtschaftskrise als Krise der Wirtschaftswissenschaften?“ und „Welche Perspektive hat die Währungsunion?“. Ab 14 Uhr diskutieren dann renommierte Experten aus Wissenschaft und Praxis über „Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Schuldenkrise: Wir brauchen eine internationale Ordnungspolitik!“. Zu dieser Podiumsdiskussion in der Aula der Universität Jena (Fürstengraben 1) ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Während des „2. Jenaer Konvents zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft“, der unter der Schirmherrschaft der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht steht, wird außerdem erstmals nach 1999 wieder der Walter-Eucken-Preis für Nachwuchswissenschaftler durch die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena verliehen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland unterstützt und zeichnet eine herausragende wirtschaftspolitisch relevante wissenschaftliche Arbeit aus. Die Preisverleihung wird Ministerpräsidentin Lieberknecht vornehmen, die auch die Festrede zum Abschluss der Veranstaltung halten wird. Der Walter-Eucken-Preis ist nach einem der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaft und Begründers der ordoliberalen „Freiburger Schule“ benannt. Eucken war Sohn des Philosophen und Nobelpreisträgers für Literatur, Rudolf Eucken.

Das Programm des „2. Jenaer Konvents zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft“ ist zu finden unter: http://www.60jahresozialemarktwirtschaft.de/fileadmin/marktwirtschaft/downloads/Programm2011_JenKonv.pdf

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Freytag
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 943250
E-Mail: andreas.freytag[at]uni-jena.de

Dr. Ute Schönfelder | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
http://www.60jahresozialemarktwirtschaft.de/fileadmin/marktwirtschaft/downloads/Programm2011_JenKonv.pdf

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