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Wirtschaftsethik und Wirtschaftskultur – Was sich ändern muss

03.12.2012
Internationale Tagung an der Universität Witten/Herdecke

Sind die grundlagentheoretischen und philosophienahen Probleme der Wirtschaftsethik ausdiskutiert? „Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man die aktuellen Diskussionen zum Thema verfolgt“, findet Prof. Dr. Matthias Kettner von der Universität Witten/Herdecke (UW/H).

Inzwischen hat sich der Diskurs der Wirtschaftsethik in Deutschland, nicht anders als international, weitgehend in Diskussionen über Formen von Corporate Social Responsibility und Transparenz (Nichtkorruption) verwandelt. Eine internationale Tagung der Arbeitsgruppe Wirtschaftsethik und Wirtschaftskultur in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (14. bis 15. Dezember 2012, UW/H) widmet sich – entgegen dem Trend – der Identifizierung von weiterem grundbegrifflichen Forschungsbedarf. „Wir werden versuchen, die dringlichsten Probleme zu identifizieren, die das Nachdenken über die Ethik und Kultur des Wirtschaftens beunruhigen – oder beunruhigen müssten“, so Prof. Dr. Birger Priddat (UW/H), der die Tagung zusammen mit Prof. Kettner organisiert.

Internationale Tagung der Arbeitsgruppe Wirtschaftsethik und Wirtschaftskultur innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil)
Ort: Universität Witten/Herdecke, Senatssaal
Zeit: Freitag 14.12. (14 Uhr) bis Samstag 15.12. (17 Uhr)
Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings ist eine persönliche Anmeldung erforderlich (matthias.kettner@uni-wh.de, birger.priddat@uni-wh.de).

Die Referenten und Themen:
- Jörg Althammer: Peter Koslowskis wirtschaftsethische Ansätze und die christliche Sozialethik.
- Matthias Kettner: Ökonomische Ir/rationalität auf der Agenda kritischer Wirtschaftsethik.
- Jacob Rendtorff: The Concept of an Ethical Economy. Possibilities and Limits.
- Birger Priddat: Produktion von Menschen. Wirtschaftsethik zwischen Wissen und Nichtwissen.
- Luise Li Langergaard: What is political about the political consumer?
- Kai-Uwe Hellmann: CSR als Consumer Social Responsibility.
- Ulrich Thielemann: Ökonomismuskritische Wirtschaftsethik und ihre akademische Integration.
- Andreas Suchanek: Wie weiter mit der Unternehmensethik?
- Josef Wieland: Globales Ethos – zwischen Wirtschaft und Politik.
- Aloys Prinz: Staatsaufgaben, Staatsausgaben und Staatsverschuldung. Fragen im Schnittfeld politischer und ökonomischer Ethik

Die Wirtschafts- und Unternehmensethik ist in Deutschland vergleichsweise gut organisiert (z.B. im Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik) und hat auch innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) seit zwölf Jahren einen festen Platz in Form einer Arbeitsgruppe, die der jüngst verstorbene Philosoph Peter Koslowski aus der Überzeugung gegründet hat, dass die Philosophie als radikale Befragung von Praxis auf deren relative Vernünftigkeit vor den ökonomischen Mächten und den Praktiken der Ökonomie nicht halt machen darf.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe für Wirtschaftsethik und Wirtschaftskultur in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie: www.dgphil.de/foren/wirtschaftsethik_wirtschaftskultur.html

Kontakt: Prof. Dr. Matthias Kettner: 02302 / 926-811, matthias.kettner@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Jan Vestweber | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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