Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirbelsäulenchirurgie: Steigende Patientenzahlen und neue OP-Techniken auf dem Prüfstand

10.09.2010
Wirbelsäulenchirurgie, neue operative Wege bei Gehirntumoren und das Krankheitsbild Hydrozephalus, das oft als Demenzursache nicht erkannt wird, stehen im Zentrum der 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) im Rahmen der Neurowoche 2010 in Mannheim.

Das zunehmende Lebensalter der Bevölkerung, der Wunsch nach Lebensqualität und die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden führen in der Wirbelsäulenchirurgie zu einer stetig steigenden Patientenzahl, sagt Professor Dr. Andreas Unterberg, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie und Direktor der Neurochirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg.

„Der Rückenschmerz wird zur Volkskrankheit“, so Unterberg. Immer mehr Verschleißerscheinungen im Bereich der Wirbelsäule wie der Bandscheibenvorfall, die Einengung (Stenose) des Spinalkanals und Instabilitäten der Wirbelsäule werden beobachtet. Leider wird die Spinalkanalstenose als Ursache für Gehbeschwerden älterer Menschen oft übersehen, berichtet der Neurochirurg. „ Zur Stabilisierung der Wirbelsäule werden derzeit viele neue Schrauben- und Plattensysteme sowie Operationsverfahren entwickelt, die in den nächsten Jahren von der Empirie zur Evidenz geführt werden.“

Einladung zur Pressekonferenz

Auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie am Mittwoch, 22. September 2010, 11 und 12 Uhr im Congress Center Rosengarten Mannheim werden einem breiteren Publikum neben der Wirbelsäulenchirurgie weitere aktuelle Themen der Neurochirurgie zur Behandlung von Hirntumoren sowie des Hydrozephalus vorgestellt.

Unmittelbar vor der Pressekonferenz der DGNC findet von 10 bis 11 Uhr zudem eine Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Neurologie mit den Schwerpunktthemen Schlaganfall, Multiple Sklerose, Migräne und Neuroregeneration statt.

Vorab können Sie sich über die Neurowoche im Pressezentrum unter www.dgn.org/presse.html informieren und für alle Veranstaltungen akkreditieren.

Weitere Schlüsselthemen der Neurochirurgie

Angesichts einer Million demenzkranker Bundesbürger verdient eine Reihe von Vorträgen zum Normaldruckhydrozephalus besondere Aufmerksamkeit: Bei dem erstmals vor 40 Jahren beschriebenen Krankheitsbild kommt es vornehmlich im Alter zu einem Aufstau von Hirnflüssigkeit, der zum Gedächtnisschwund (Demenz) führen kann. Im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz können die Gedächtnisstörungen des Normaldruckhydrozephalus operativ behandelt werden.

Ein weiteres Thema sind neue Wege in der Gehirntumorchirurgie – Methoden wie intra-operative Bildgebung, elektrophysiologisches Monitoring oder Wachkraniotomien helfen, eine vollständige mikrochirurgische Tumorentfernung unter Erhalt möglichst aller neurologischer Funktionen zu erreichen.

Neurowoche: Weltweit zweitgrößter Kongress klinisch-wissenschaftlicher Fachgesellschaften

Die 61. Jahrestagung der 1.300 Mitglieder zählenden Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie findet im Rahmen der Neurowoche 2010 statt. Zu dem Kongress in Mannheim werden vom 21. bis 25. September mehr als 6.000 Neuromediziner aus dem deutschsprachigen Raum erwartet, darunter rund 1.000 Neurochirurgen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Neurowoche beleuchtet unter anderem die Schwerpunkthemen der diesjährigen DGNC-Jahrestagung: Wirbelsäulenchirurgie, Hirntumorchirurgie, Hydrozephalus und experimentelle Neurochirurgie.

Pressekontakt
Pressezentrum Neurowoche
c/o albertZWEI media GmbH
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Frank Miltner
Tel: 089 461486-22
Fax: 089 461486-25
E-Mail: presse@dgn.org
Ansprechpartner für Presseanfragen im Rahmen der DGNC-Jahrestagung
Dr. med. Carla Jung
Oberärztin
Neurochirurgische Klinik
Universitätsklinikum Heidelberg
E-Mail: Carla.Jung@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie