Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Windenergie in NRW – Volle Kraft voraus mit Repowering und neuen Anlagen im Wald

25.05.2011
Mehr als 460 Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik sowie 80 Aussteller – der 3. Branchentag Windenergie in der Messe Essen erhielt enormen Zuwachs. Das zeigt, wie sehr die Themen Windenergie und Windindustrie auch in Nordrhein-Westfalen im Fokus des Interesses stehen. Veranstalter des Branchentags Windenergie NRW ist die Agentur Lorenz Kommunikation aus Grevenbroich in Zusammenarbeit mit der EnergieAgentur.NRW.

„Die Zukunft liegt in den Erneuerbaren Energien, und das größte Potenzial hat in NRW die Windenergie“, sagte der nordrhein-westfälische Klimaschutzminister Johannes Remmel in seiner Eröffnungsrede. „Dazu haben wir den restriktiven Erlass der Vorgängerregierung vollständig überarbeitet. Aus dem Windkraft-Verhinderungs-Erlass soll wieder ein Windenergie-Ermöglichungs-Erlass werden. Damit wollen wir jetzt um so schneller wieder aufholen beim Ausbau dieser Zukunftstechnologie.“

Entscheidend dafür sei ein konsequentes Repowering der Anlagen, so der Minister weiter. Bis zum Jahr 2020 soll der Wind-Anteil an der Stromversorgung in NRW von heute drei auf 15 Prozent gesteigert werden. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Wir können mit dem derzeitigen Bestand diese Leistung erbringen, wenn wir sie mittels Repowering entsprechend ertüchtigen. Das wird sich 1:1 nicht machen lassen. Aber der Zubau wird sich in Grenzen halten“, so erläuterte der Klimaschutzminister.

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW und des Clusters EnergieRegion.NRW, zeigte sich ebenso zuversichtlich: „Mit dem neuen Windkrafterlass der Landesregierung erwarten wir einen deutlich erkennbaren Zubau der installierten Windleistung durch Repowering und durch neue Anlagen. Wir erhoffen uns damit auch, dass alle namhaften Hersteller und Zulieferer der Branche mit dem Marktzuwachs in NRW präsenter werden und bei dem dann erhofften guten Geschäftsumfeld auch Niederlassungen und Produktionsstätten im Land ansiedeln. Das bedeutet neue und nachhaltige Arbeitsplätze für das Windland NRW.“

Über die bereits zahlreichen wichtigen Akteure im Bundesland informiert das Netzwerk Windkraft NRW, das in die Struktur des Energiewirtschaftsclusters EnergieRegion.NRW eingebunden ist. Es wurde bereits 2009 von der Landesregierung ins Leben gerufen. Mit dem Netzwerk steht der Branche eine Plattform zur Verfügung, auf der sich Fachleute und Experten themenbezogen und lösungsorientiert austauschen können.

Dazu gab es auch reichlich Gelegenheit auf dem diesjährigen Branchentag Windenergie NRW. In den Expertenvorträgen ging es unter anderem um die Gegenüberstellung von Windenergie Onshore und Offshore. Professor Andreas Reuter vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) betonte in seinem Vortrag, das Potenzial der Onshore-Windkrafterzeugung dürfe keinesfalls unterschätzt werden. „Windenergie an Land kann bis zu 65 Prozent des deutschen Strombedarfs decken, zeigt eine neue Studie. Doch zunächst müssen geltende Höhenbeschränkungen für Windkraftanlagen beseitigt werden, um die Effizienz der Anlagen voll auszuschöpfen“, sagte der Experte. Zudem sei das Potenzial für die Offshore-Technik enorm. Es werde in Europa auf circa 200 GigaWatt bis zum Jahr 2030 geschätzt. „Entscheidend dafür ist die entsprechende Industrialisierung und Prozesskettenoptimierung. Wenn das vorangetrieben wird, dann besteht ein riesiges Marktschöpfungspotential für Deutschland“, so gab der Fachmann zu bedenken.

Als ein weiteres zentrales Thema auf der Tagung erwies sich der Bereich Windkraft im Wald. Die Landesregierung will diese Strategie ebenfalls vorantreiben. Der bisherige Windkrafterlass ließ das nicht zu, doch das soll sich spätestens Mitte Juni mit dem neuen Erlass der Landesregierung ändern, das hatte Minister Remmel bereits zu Beginn des Branchentages angekündigt. Dr. Rolf Bungart, Leiter Projektentwicklung der OSTWIND-Gruppe, gab in seinem Fachvortrag einen guten Überblick über das Thema. „Ein Vorteil dieser Methode ist: Waldstandorte sind in der Regel siedlungsfern und weniger sichtbar. Die Nutzung dieser Standorte ermöglicht einen minimalen Flächenverbrauch durch Energiegewinnung quasi im zweiten Stock. Ein stabiler Ertrag sichert damit auch die Wirtschaftlichkeit der Wälder“, so fasste es Dr. Bungart zusammen.

Weitere Informationen:
Netzwerkmanager Windkraft im Cluster EnergieRegion.NRW:
Stephanus Lintker; EnergieAgentur.NRW, Roßstraße 92, 40476 Düsseldorf
Tel: (0211) 86 64 20, mailto:lintker@energieagentur.nrw.de
Rückfragen der Medien:
Uwe H. Burghardt , EnergieAgentur.NRW, Roßstraße 92, 40476 Düsseldorf
Pressesprecher Innovationen und Netzwerke
Tel: (0211) 86642 - 13 / Mobil: (01 60) 746 18 55
EnergieAgentur.NRW online:
http://www.energieagentur.nrw.de/newsletter
http://www.twitter.com/eanrw
http://www.youtube.com/EnergieAgenturNRW

Uwe H. Burghardt | EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen:
http://www.windkraft.nrw.de
http://www.energieregion.nrw.de
http://www.energieagentur.nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin
22.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht 48V im Fokus!
21.05.2018 | Haus der Technik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics