Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie wird Virtuelle Realität künftig für Geodaten eingesetzt?

05.11.2014

Über die Zukunft des Einsatzes von Virtueller Realität (VR) für Geodatenanwendungen diskutierten Experten am 29. Oktober in Heidelberg auf dem Fachaustausch Geoinformatik.

Auf dem diesjährigen Fachaustausch Geoinformatik am 29. Oktober in Heidelberg organisierten die Netzwerke GeoNet.MRN und Virtual Dimension Center (VDC) ein Fachforum "Virtuelle Räume", in welchem die thematische Schnittstelle zwischen Geodaten und VR diskutiert wurde.


3D-Visualisierung von Windkraftanlagen in einem Gelände- und Vegetationsmodell

Quelle: Z&M 3D-Welt

Nach 3 Impulsvorträgen ging es in drei moderierten Diskussionsrunden darum, Chancen, Hemmnisse und Treiber virtueller Techniken in Geoanwendungen zu erörtern.

Die Experten waren sich darin einig, dass der Einsatz von VR-Geodaten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein wird: Mehrwerte werden sowohl für zahlreiche Anwendungsfelder (wie etwa Produktion, Mechatronik, Medizin) relevant sein wie auch für die interdisziplinäre Integration.

Zu diesem Zweck werden ebenso zahlreiche Anwendungen von VR-Geodaten (z. B. Lärmmodelle, Strömungsmodelle, Indoor-Navigation, Forensik) bei erwarteter hoher Aktualisierungsgeschwindigkeit der Daten implementiert sein.

Sowohl die private Nutzung wird sich stark intensiviert haben wie auch die Verfügbarkeit zahlreicher technologischer Komponenten, etwa Wearables, Schnittstellen oder neue Datenerfassungsmethoden. Schließlich erwarten die Fachleute eine signifikant verstärkte private Nutzung.

Treiber weiterer Entwicklungen werden in insgesamt sechs Feldern gesehen: zum einen werden neue Technologien dem Feld weiterhin entscheidende Impulse versetzen. Genannt werden können an dieser Stelle Drohnen, Laserscanning, 3D-Datenverarbeitung und Wearables. Der Zwang zur Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ist ebenso für jeden Marktakteur zentraler Angelpunkt, um über Prozessverbesserungen und den Einsatz neuer Methoden und Technologien nachzudenken.

Auch die Versicherbarkeit größerer Bauvorhaben etwa in der Termineinhaltung erfordert sauber strukturierte, digitale Planungsgrundlagen. Die Gesetzeslage, beispielsweise Umweltverträglichkeitsprüfungen und Bürgerbeteiligungen zählen zu den Treibern, ebenso neue Qualifikationen von Hochschulabsolventen.

Die Bedarfslage ist schließlich einer der wichtigsten Treiber, sei es durch öffentliches Interesse, Kommunen, Planungsbüros, andere Branchen (als Geoinformation), oder durch andere Prozessbeteiligte bei Bauvorhaben.

Letztlich werden oben genannte Chancen aber nur realisierbar sein, wenn es gelingt, die nach wie vor bestehenden Hemmnisse aus dem Weg zu räumen: unzureichende Infrastruktur, hohe Investitionskosten wurden unter anderem genannt.

Insellösungen für Hardware und Software, sowie der Föderalismus erschweren die Zusammenarbeit. Gesetze (Datenschutz) bremsen, wie auch eine ausbaufähige Akzeptanz, die Hemmschwellen überwindet, alte Gewohnheiten überkommt und allgemeines Verständnis erzeugt.

Die öffentliche Kommunikation kann ebenso verbessert werden, auch um die Orientierung in diesem sich rasch veränderlichen Themengebiet zu behalten.

Die kompletten Ergebnisse des World Cafés können unter folgender Website kostenfrei heruntergeladen werden: http://www.vdc-fellbach.de/wissen/branchen/virtual-reality-geo


Weitere Informationen:

http://www.vdc-fellbach.de/downloads/pressemeldungen

Katarina Kies | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik
22.05.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München
22.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie