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Wie lernt das Gehirn? Lern- und Gedächtnisforscher tagen auf internationaler Konferenz in Magdeburg

15.01.2015

Bereits zum 13. Mal findet in Magdeburg eine internationale Konferenz für Lern- und Gedächtnisforscher statt. Vom 23. bis 26. Februar richtet das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) zusammen mit Vertretern der Otto-von-Guericke-Universität das Magdeburg International Neurobiological Symposium „Learning and Memory: Cellular and Systemic Views“ in der Landeshauptstadt aus.

Thematisch umfasst das Symposium alle Aspekte moderner Lernforschung von molekularen und zellulären Grundlagen bis hin zu Verhaltensforschung, Psychologie und krankhaften Veränderungen im Gehirn, die zum Beispiel zu Alzheimer oder Demenz führen. Auch der Einfluss von Motivation und Aufmerksamkeit auf Lernprozesse sowie verschiedene Formen der lernrelevanten Hirnplastizität werden in diesem Rahmen diskutiert.

Den öffentlichen Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Wie lernt der Mensch heute? Anmerkungen eines Hirnforschers“ hält Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig. Darin spricht der Professor verschiedene Themen der Lern- und Gedächtnisforschung an, die nicht nur für das Fachpublikum interessant sind.

Als Autor hat Korte sein Wissen bereits in Büchern mit den Titeln „Wie Kinder heute lernen – Was die Wissenschaft über das kindliche Gehirn weiß“ und „Jung im Kopf – Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden“ verständlich an die Allgemeinheit weitergegeben.

Der Eröffnungsvortrag am Vorabend der Tagung findet im Ebbinghaus-Saal des LIN in der Brenneckestr. 6 statt und ist kostenfrei zugänglich. Interessierte Besucher sind dazu am 23. Februar um 19 Uhr herzlich eingeladen.

Der renommierte Lernphysiologe György Buzsáki hält die Matthies Honorary Lecture zu Ehren des Vaters der Magdeburger Neurowissenschaft, Hansjürgen Matthies. Buzsáki reist dafür extra aus New York an, wo er eine Professur für Neurowissenschaften innehat.

„Wir freuen uns sehr auf diese hochkarätige internationale Tagung mit renommierten Wissenschaftlern und vielen interessanten Beiträgen zu aktuellen Forschungsthemen“, so der LIN-Direktor Eckart Gundelfinger. „Die Stadt kann mit dieser Konferenz außerdem wieder einmal zeigen, dass Magdeburg ein wichtiger Standort für die neurowissenschaftliche Forschung und ein guter Gastgeber ist.“

Die Konferenzreihe „Learning and Memory“ hat mittlerweile eine lange Tradition in der Elbestadt. Bereits 1967 fand das erste Symposium dieser Art mit internationalem Publikum in Magdeburg statt. Für das Fachgebiet der Neurowissenschaften war das somit eine der weltweit ersten Konferenzen, die bis in die heute Zeit große Attraktivität für die wissenschaftliche Gemeinschaft besitzt.

Anmeldungen für das Symposium sind noch bis zum 7. Februar möglich. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.learning-and-memory.de

Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg ist ein Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung.

LIN-Ansprechpartner:
PD Dr. Constanze Seidenbecher
Tel.: +49-391-6263-92401
E-Mail: constanze.seidenbecher@lin-magdeburg.de

Weitere Informationen:

http://www.learning-and-memory.de

Sophie Ehrenberg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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