Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Werkstatt Leben. Bedeutung der Synthetischen Biologie für Wissenschaft und Gesellschaft

06.09.2011
Mittwoch, 23. November 2011, 10:15 - 18:00 Uhr
Universität Mannheim im Mannheimer Schloss/Ostflügel
Aula
Bismarckstraße
68161 Mannheim

Anmeldung erforderlich bis zum 20. November 2011 unter http://www.ethikrat.org.

Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift zur Verfügung.

Die Synthetische Biologie vereinigt Elemente der Molekularbiologie, der Biotechnologie, der Ingenieurswissenschaften und der Informationstechnologie zu einem neuen Fachgebiet. Sie zielt darauf ab, lebende Systeme, in erster Linie Mikroorganismen, zu modifizieren oder mit gewünschten Eigenschaften für industrielle Anwendungen zu konstruieren. Das Innovationspotenzial der Synthetischen Biologie und die in sie gesetzten Erwartungen vonseiten der Wissenschaft und Industrie sind groß. Ob für die Gewinnung von Kraftstoffen oder neuen Materialien, für den Einsatz als Biosensoren oder die Herstellung neuer Medikamente und Impfstoffe – vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der biotechnologischen und medizinischen Industrie zeichnen sich bereits heute ab und weisen auf das große ökonomische Potenzial der Synthetischen Biologie hin.

Das neue Forschungsfeld und seine prognostizierten Möglichkeiten, Lebensformen unabhängig von existierenden Formen des Lebens zu entwerfen und herzustellen, lässt eine neuartige qualitative Ebene und Tragweite im Umgang des Menschen mit dem Leben erkennen. Die daraus resultierenden ethischen Herausforderungen möchte der Deutsche Ethikrat unter Betrachtung folgender Aspekte in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken und zur Diskussion stellen:

• Was unterscheidet die Synthetische Biologie von der konventionellen Biotechnologie und worin besteht ihr Potenzial?
• Wie wird die Synthetische Biologie in den Medien dargestellt und wie wird sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen?
• Birgt die Synthetische Biologie Risiken, die eine besondere Schutzpflicht des Staates bei der weiteren Entwicklung erforderlich erscheinen lassen?

• Welche ethischen und sozialen Implikationen ergeben sich aus der „Erschaffung künstlichen Lebens“?

Das Anliegen der Veranstaltung ist es, den Stand der Synthetischen Biologie aus den Perspektiven von Naturwissenschaft, Technikfolgenabschätzung, Philosophie und Ethik zu beleuchten sowie ihre gesellschaftliche Wahrnehmung zu thematisieren. Dazu möchte der Deutsche Ethikrat mit Vertretern aus der Wissenschaft, der Industrie und von Verbänden sowie mit der Öffentlichkeit ins Gespräch kommen.

Programm:

10:15
Begrüßung
Prof. Dr. iur. Edzard Schmidt-Jortzig · Vorsitzender des Deutschen Ethikrates
I. Entwicklung und Potenzial einer jungen Wissenschaft
Moderation: Wolf-Michael Catenhusen · Mitglied des Deutschen Ethikrates
10:30
Synthetische Biologie – Konstruktionsansätze für Lebensprozesse?
Prof. Dr. rer. nat. Petra Schwille · Biotechnologisches Zentrum der Technischen Universität Dresden
11:00
Stakeholder-Diskussion
Nils-Christian Lübke · iGEM-Team der Universität Bielefeld 2010
Rüdiger Stegemann · Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)
Prof. Dr. rer. nat. Oskar Zelder · BASF
11:30
Diskussion mit dem Publikum
II. Faszination Zukunftstechnologie
Moderation: Prof. Dr. phil. Alfons Bora · Mitglied des Deutschen Ethikrates
12:00
Inszenierung der Synthetischen Biologie in Wissenschaft, Medien, Film und Kunst
Dr. Markus Schmidt · Organisation for International Dialogue and Conflict Management (IDC), Wien
12:20
Synthetische Biologie zwischen Durchbruch und Hype
Prof. Dr. rer. nat. Armin Grunwald · Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
12:40
Diskussion mit dem Publikum
13:00
Mittagspause
III. Lebenswissenschaft: vom Verändern zum Erschaffen?
Moderation: Prof. Dr. iur. Jochen Taupitz · Mitglied des Deutschen Ethikrates
14:00
Die Lebensfrage – Gespräch
Prof. Dr. rer. nat. Alfred Pühler · Center for Biotechnology (CeBiTec) der Universität Bielefeld

Prof. Dr. phil. Christoph Rehmann-Sutter · Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung (IMGWF) der Universität zu Lübeck

14:30
Vom homo faber zum homo creator – Streitgespräch
Dr. phil. Joachim Boldt · Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Prof. Dr. theol. Peter Dabrock · Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

15:00
Diskussion mit dem Publikum
15:30
Kaffeepause
IV. Handlungsperspektiven
Moderation: Wolf-Michael Catenhusen · Mitglied des Deutschen Ethikrates
16:00
The New Biomassters: Who wants to control the Green Economy?
Pat Roy Mooney · ETC Group (mit Simultanübersetzung)
16:20
Podiumsdiskussion
Pat Roy Mooney · ETC Group (mit Simultanübersetzung)
Prof. Dr. rer. nat. Bernd Müller-Röber · Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
Prof. Dr. phil. Klaus Peter Rippe · Eidgenössische Ethikkommission für Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH)

Prof. Dr. rer. nat. Ralf Wagner · GENEART AG

17:00
Diskussion mit dem Publikum
17:50
Schlusswort
Wolf-Michael Catenhusen · Mitglied des Deutschen Ethikrates
18:00
Ende

Ulrike Florian | idw
Weitere Informationen:
http://www.ethikrat.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise