Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn uns Wasser krank macht

20.04.2016

Gemeinsam mit dem ZMT veranstaltet der Leibniz-Forschungsverbund „Infections 21“ am 28. April eine Vortragsreihe zum Thema Wasser als Übertragungsweg für Infektionen im Bremer Haus der Wissenschaft.

An Cholera erkranken weltweit bis zu vier Millionen Menschen im Jahr. Die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO zeigen, welche Gefahr Infektionskrankheiten weiterhin darstellen. Der Forschungsverbund „Infections 21“ der Leibniz-Gemeinschaft hat sich die Bekämpfung von Infektionskrankheiten zum Ziel gesetzt und untersucht deren Übertragungswege.


Fütterung in einer Shrimps-Aquakulturanlage in Goa, Indien

Foto: Tim Jennerjahn, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie

Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) beteiligt sich aktiv an der Forschung des Verbundes. In dem Vortragszyklus „Zu Land, zu Wasser und durch die Luft“ tritt „Infections 21“ regelmäßig mit besonders aktuellen Themen an die Öffentlichkeit. Gemeinsam mit dem ZMT veranstaltet der Verbund am 28. April eine Vortragsreihe zum Thema Wasser als Übertragungsweg für Infektionen im Bremer Haus der Wissenschaft.

Infektionskrankheiten, wie Lungenentzündung, Durchfallerkrankung, AIDS, Tuberkulose oder Malaria gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit und stellen eine große Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Sie werden durch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten verursacht und können sich auf unterschiedlichste Weise verbreiten und auf den Menschen übertragen.

Wasser ist für alle Lebewesen auf diesem Planeten lebensnotwendig. Es enthält eine Vielzahl von Mikroorganismen, darunter auch krankmachende Bakterien und Viren. Diese Keime können mit Abwässern, Regen aber auch durch Tiere und Menschen ins Wasser gelangen. Menschen können sich infizieren, etwa beim Trinken von verunreinigtem Wasser, beim Verzehr wasserlebender Organismen oder über eine offene Wunde, die mit dem unsauberen Wasser in Kontakt kommt.

Von vielen Keimen ist bekannt, dass sie durch Wasser übertragen werden können, so beispielsweise der Choleraerreger oder das Thyphusbakterium. Ob und auf welche Art auch andere gefährliche Krankheitskeime wie die Erreger von Diarrhoe, Lungenentzündung oder Grippe den Weg über das Wasser nehmen, ist eine der Fragen, die der Verbund Infections 21 erforscht.

Am 28. April werden im Bremer Haus der Wissenschaft drei Vorträge die Rolle von Wasser bei der Verbreitung von Krankheitserregern erläutern. Vor allem in Städten mit hoher Populationsdichte, so auch in Bremen, kann die Kontamination von Gewässern mit Keimen groß sein und einen potentiellen Übertragungsweg darstellen. Die aktuellen Probleme, Legionellenerkrankungen zu verhindern, zeigen deutlich, dass das Thema auch hier in Deutschland relevant ist.

Eine brisante Quelle für Keime in den Tropen ist die Fisch- und Krabbenproduktion in Aquakulturen. In vielen Gehegen ist die Konzentration an Bakterien und Parasiten extrem hoch. Durch den Verzehr von Aquakulturprodukten können die Erreger in den Menschen gelangen. Aus tropischen Aquakulturen beziehen viele Industrienationen – auch Deutschland – Fisch und Meeresfrüchte.

Vortragsreihe „Ein Schluck, der es in sich hat: Wasser als Quelle für Infektionen“

Datum: 28 April 2016
Dauer: 17:00 – 19:00 Uhr
Ort: Haus der Wissenschaft (Olbers Saal), Sandstraße 4/5, Bremen

Referenten:
Prof. Dr. Alex Greenwood, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Berlin
Prof. Dr. Hans-Peter Grossart, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin
Dr. Astrid Gärdes, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie, Bremen

Interessierte Medienvertreter und die Öffentlichkeit sind zu den allgemeinverständlichen Vorträgen herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Dr. Astrid Gärdes
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie, Bremen
Tel: 0421 / 23800-64
Mail: astrid.gaerdes@leibniz-zmt.de

Über den Leibniz-Forschungsverbund „Infections 21“

Um die Mechanismen der Übertragung von Infektionskrankheiten zu verstehen und daraus Strategien für eine verbesserte Infektionskontrolle ableiten zu können, bedarf es einer gesamtheitlichen Betrachtung. Aus diesem Grund wurde Anfang 2015 das Leibniz-Verbundprojekt „INFECTIONS´21 – Bekämpfung von Infektionskrankheiten im 21. Jahrhundert“ ins Leben gerufen. Ziel dieses interdisziplinären Projektes, an dem 14 Institute der Leibniz-Gemeinschaft und drei externe Partner beteiligt sind, ist es, eine Kultur der interdisziplinären Forschung und Kommunikation über die Fachgrenzen hinweg zu etablieren und dadurch neue Strategien und Methoden für Frühwarnsysteme auch unter Beteiligung der Öffentlichkeit, ein verbessertes Management von Ausbrüchen und eine optimierte Eindämmung der Erregerausbreitung zu entwickeln.

Weitere Informationen: www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/leibniz-forschungsverbuende/infections21 

Dr. Susanne Eickhoff | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
22.01.2018 | BusinessForum21

nachricht Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation
22.01.2018 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
Weitere B2B-VideoLinks
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen