Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweite Bedeutung der Infektionsforschung wächst

06.04.2009
Schavan stellt zum Weltgesundheitstag neue Broschüre vor

In Deutschland und anderen Industriestaaten können die meisten Infektionskrankheiten erfolgreich behandelt oder sogar geheilt werden. Gute Lebensbedingungen, Antibiotika, konsequente Hygiene und wirksame Impfungen haben zu diesem Erfolg beigetragen.

Weltweit betrachtet bedrohen insbesondere armutsbedingte Infektionen wie Malaria oder Tuberkulose aber noch immer viele Millionen Menschen. Bis heute zählen sie zu den häufigsten Todesursachen. Und das Auftauchen neuer Infektionskrankheiten wie der Vogelgrippe hat in den letzten Jahren auch in Europa Anlass zu Sorge gegeben. Infektionskrankheiten und Weltgesundheit sind deshalb eng verknüpft. Bundesforschungsministerin Schavan: "Bei der Bekämpfung der Infektionskrankheiten handelt sich um eine der größten globalen Herausforderungen, die nur mit internationaler Zusammenarbeit in der Forschung gelöst werden kann."

Das BMBF stellt sich dieser Verantwortung. Es unterstützt beispielsweise die systematische Vernetzung deutscher Forscherinnen und Forscher mit europäischen und afrikanischen Partnern in der Initiative EDCTP (European and Developing Countries Clinical Trials Partnership). Im Rahmen dieser Initiative werden neue Impfstoffe und Arzneimittel für Prävention und Therapie von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose entwickelt und evaluiert. Aber auch ansonsten hat die deutsche Infektionsforschung in den letzten Jahren bemerkenswerte Erfolge erzielt. So verfolgen die vom BMBF geförderten Verbünde zur Erforschung von Zoonosen, also den von Tieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten, einen wegweisenden Ansatz. Die Kooperation von Human- und Veterinärmedizinern ist neu und gilt international als vorbildlich.

Welche Bedrohung von Malaria, AIDS oder Vogelgrippe ausgeht und wie leistungsfähig die Forschung hierzu ist, beschreibt die zum Weltgesundheitstag lieferbare neue BMBF-Broschüre "Infektionsforschung - Immunsystem erforschen, Erreger bekämpfen, Menschen schützen". Die 72-seitige Publikation stellt verschiedene Typen von Infektionen - etwa akute und chronische - vor. Sie beschreibt Keime und "besiegte Seuchen" wie Pocken, Pest und Lepra. Ausführlich wird dargestellt, wie das menschliche Immunsystem als körpereigenes Abwehrsystem funktioniert. Schließlich wird gezeigt, wie Infektionsforscher arbeiten, um bessere Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln. Ein Anhang mit weiterführenden Links, Literaturtipps und Register beschließt die Broschüre.

Der von der WHO am 07.04.2009 ausgerichtete Weltgesundheitstag steht dieses Jahr unter dem Motto "Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall". Durch Infektionskrankheiten ausgelöste Pandemien sind einer der dabei angesprochenen Aspekte.

Sie finden die Broschüre "Infektionsforschung" unter http://www.bmbf.de/de/gesundheitsforschung.php

Die Bestelladresse für die Broschüre lautet:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Postfach 30 02 35
53182 Bonn
per Tel.: 01805 262302
Fax: 01805 262303 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz)
oder E-Mail: books@bmbf.bund.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/
http://www.bmbf.de/de/gesundheitsforschung.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie