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Weltweit größter Kongress zur Ionentherapie in Heidelberg

24.09.2009
Internationale Experten diskutieren wissenschaftliche und klinische Entwicklung der innovativen Strahlentherapie

Der weltweit größte Kongress zum Thema Partikel- oder Ionentherapie - der Bestrahlung mit Schwerionen und Protonen - findet in diesem Jahr vom 28. September bis zum 2. Oktober 2009 in Heidelberg statt. Weit über 500 internationale Teilnehmer, insbesondere aus Japan und den USA, werden zu diesem jährlichen Treffen der "Particle Therapy Cooperative Group" (PTCOG) erwartet, darunter führende Experten aus dem Bereich Strahlentherapie, Medizinphysik und Onkologie.

"In den letzten Jahren gab es wesentliche Fortschritte in Technologie und klinischer Anwendung von Ionenstrahlen", erklärt Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Kongresspräsident und Ärztlicher Direktor der Abteilung RadioOnkologie und Strahlentherapie am Universitätsklinikum Heidelberg. "Das internationale Meeting gibt uns die Möglichkeit, die Erfahrungen und Ergebnisse mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit Vertretern der Industrie zu diskutieren und auszutauschen."

Bislang wurden weltweit 70.000 Patienten mit Ionen bestrahlt

Beim diesjährigen PTCOG werden Innovationen auf dem Gebiet der Ionentherapie - im historischen Ambiente der Stadthalle Heidelberg - und ihre Integration in bereits etablierte klinische multimodale Konzepte diskutiert. Die weltweit erste kombinierte Anlage für Protonen und Schwerionen, das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT), das im Laufe des Herbstes eröffnet wird und direkt an die Heidelberger Universitätsklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie angegliedert ist, stellt mit der weltweit ersten und 650 Tonnen schweren Ionengantry eine einmalige wissenschaftliche Basis für das Meeting dar.

PTCOG ist ein Zusammenschluss von präklinisch, in der Grundlagenforschung tätigen und klinisch arbeitenden Zentren auf dem Gebiet der Partikeltherapie; im Zuge der klinischen Einführung kamen Strahlentherapeuten hinzu. Wesentliche Vorarbeiten für die therapeutische Nutzung wurden insbesondere in Berkeley, Kalifornien, sowie an der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt geleistet. Weltweit sind bislang über 70.000 Patienten mit Ionenstrahlen behandelt worden, dabei der größte Teil mit Protonen und Schwerionen.

Ionenstrahlen sind besonders biologisch wirksam

Schwerionen (Kohlenstoffionen) zeichnen sich gegenüber der konventionellen Photonenstrahlentherapie sowie gegenüber der Protonentherapie durch eine erhöhte relative biologische Wirksamkeit (RBW) aus, die insbesondere für die Behandlung von langsam wachsenden und strahlenresistenten Tumoren entscheidende Vorteile gezeigt hat.

Heidelberger Strahlentherapeuten haben seit 1997 weit über 400 Patienten mit Kohlenstoffionen in Kooperation mit der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt sowie der Abteilung Medizinphysik am Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) in Heidelberg, sowie dem Forschungszentrum Rossendorf bei Dresden behandelt. Insbesondere für Tumore der Schädelbasis konnten damit die Therapieergebnisse signifikant verbessert werden.

Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) wird im Herbst eröffnet

Basierend auf diesen Vorarbeiten wurde am Universitätsklinikum Heidelberg das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) errichtet, das in Kürze den klinischen Betrieb aufnehmen wird. Dort wird es möglich sein, mehr als 1.300 Patienten im Jahr mit Ionenstrahlen zu behandeln, insbesondere mit Tumoren der Schädelbasis wie Chordome, Chondrosarkome und Meningeome, sowie Tumore der Speicheldrüsen und der Prostata. Auch Hirntumore wie Glioblastome und niedriggradige Astrozytome werden im Rahmen von klinischen Studien am HIT behandelt werden.

Journalisten sind herzlich eingeladen, an dem Kongress teilzunehmen !

Weitere Informationen zu dem Kongress:
www.ptcog-meeting.de
Weitere Informationen zu dem Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen-auf-der-Webseite-des-Heidelberger-Ionenstrahl-Therapiezentrums-HIT.112218.0.html
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus
Kongresspräsident
Ärztlicher Direktor der Abteilung RadioOnkologie und Strahlentherapie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 82 02
Fax: 06221 / 56 53 53
E-Mail: Juergen.Debus(at)med.uni-heidelberg.de
Akkreditierung:
Dr. Stephanie E. Combs
Kongress-Sekretärin
Abteilung RadioOnkologie und Strahlentherapie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 82 02
Fax: 06221 / 56 53 53
E-Mail: Stephanie.Combs(at)med.uni-heidelberg.de
Michaela Wiehl
Projektmanagement
m:con - mannheim:congress GmbH
congresse:tagungen:events
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim
Tel.: 0621 / 41 06 164
Fax: 0621 / 41 06 80 164
Mobil: 0172 / 73 88 473
E-Mail: michaela.wiehl(at)mcon-mannheim.de
www.mcon-mannheim.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

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