Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltraumexperiment Geoflow II startet am Dienstag, 15. Februar, 23:10 Uhr MEZ

08.02.2011
BTU-Wissenschaftler laden Interessierte von 19 bis 23 Uhr ins Fluidzentrum der BTU Cottbus ein – Vorträge und Live-Übertragung der Startvorbereitungen durch die ESA

Am späten Dienstagabend des 15. Februar 2011 wird voraussichtlich um 23:10 Uhr MEZ die Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet. Mit an Bord ist ein physikalisches Grundlagenexperiment der BTU Cottbus, das für den Betrieb auf der internationalen Raumstation ISS bestimmt ist.

Für Medien und alle Interessierten öffnet an diesem Abend das Fluidzentrum der BTU Cottbus seine Türen, um über das Cottbuser Experiment zu informieren und die Startvorbereitungen durch die ESA via Internetübertragung live mit erleben zu können.

Das Cottbuser Modell bildet eine Art Mini-Erde nach, die in einem schuhkartongroßen Experimentcontainer schon in dem automatischen Raumtransporter ATV (Automatic Transport Vehicle) eingebaut ist. Das Experiment soll die Strömungen im Erdmantel simulieren und Prozesse wie Magma-Strömungen besser verstehen helfen. Dazu ist eine honigartige Flüssigkeit zwischen zwei unterschiedlich warmen Kugeln eingefüllt, die sich aufgrund einer angelegten Hochspannung („künstliche Gravitation“) und durch Rotation bewegt. Eine Kamera fotografiert diese Strömungsmuster. Die Daten werden von Anfang März bis Ende Juni 2011 an die Erde gesendet und in einem Kontrollzentrum an der BTU Cottbus empfangen und gespeichert.

Wenn am 15. Februar Ariane 5 startet, wird ATV einige Zeit nach dem Start von der Rakete abgetrennt und erreicht nach jetziger Planung am 23. Februar die Raumstation, um dort anzudocken. In der Zeit zwischen dem 3. und 7. März soll dann das Cottbuser Experiment eingeschaltet werden – wenn alles nach Plan verläuft.

Am Dienstagabend werden ab 18:30 Uhr Prof. Dr. Christoph Egbers und sein Wissenschaftler-Team vor Ort sein und für Presseanfragen zur Verfügung stehen.

Hintergrund
Nachdem das Experiment Geoflow zur Erforschung von Strömungen im Erdinneren bereits seit Frühjahr 2008 für fast ein Jahr auf der ISS war, darf jetzt das Nachfolge-Experiment Geoflow II bis voraussichtlich Ende Juni 2011 seine Daten aus dem europäischen Raumstationslabor Columbus an die Erde senden. Beteiligt sind dabei neben weiteren Universitäten in Paris, LeHavre, Marseille, Leeds und Potsdam auch Empfangszentren in Oberpfaffenhofen, Neapel und Madrid, von wo die Daten direkt bis an die BTU Cottbus weitergeleitet werden. Hier werden sie in einem 24-Stunden-Schichtbetrieb von dem Wissenschaftler-Team um Prof. Dr. Christoph Egbers vom Lehrstuhl Aerodynamik und Strömungslehre ausgewertet.
Weitere Informationen: Dr. Marita Müller BTU Pressesprecherin
Tel.: 0355/69-3206
marita.mueller@tu-cottbus.de

Dr. Marita Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

Weitere Berichte zu: BTU ESA Fluidzentrum GEOFLOW ISS MEZ Raumstation ISS Startvorbereitungen Strömung Weltraumexperiment

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe
23.02.2017 | Technische Hochschule Deggendorf

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie