Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltmeisterschaft der Roboter eröffnet

06.07.2011
Nicht nur die deutschen Fußballfrauen wollen ihren Weltmeistertitel verteidigen, auch deutsche Fußballroboter-Teams streben nach dem Pokal: Bei der heute in Istanbul eröffneten RoboCup-WM messen sich Teams autonomer mobiler Roboter im Fußball und in den Anwendungsbereichen Rettungs- und Servicerobotik miteinander.

Insgesamt nehmen mehr als 400 Teams mit über 2600 Teilnehmern aus aller Welt in unterschiedlichen Ligen teil. Im forschungsorientierten Major-Bereich wetteifern auch 21 Teams von deutschen Universitäten und Forschungsinstituten um die begehrten Trophäen, und auch bei den RoboCup-Junioren konnten sich 26 deutsche Schüler-Teams qualifizieren.

Die von der RoboCup Federation veranstalteten Roboter-Meisterschaften werden - im Gegensatz zur alle vier Jahre stattfindenden FIFA-WM - jährlich durchgeführt. Das übergeordnete, langfristige Ziel dieser Wettbewerbe ist die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz und Robotik.

Beim Vorjahreswettbewerb konnten mehrere deutsche Major-Teams Weltmeistertitel erringen. Das Team B-Human vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) aus Bremen gewann in der Standard-Plattform-Liga, in der alle Mannschaften die gleichen zweibeinigen Roboter benutzen. Auch in der Humanoid-Liga der selbstkonstruierten menschenähnlichen Roboter waren zwei deutsche Teams erfolgreich.

Die Darmstadt Dribblers (TU Darmstadt) konnten die KidSize-Klasse für sich entscheiden, und das Team NimbRo der Universität Bonn gewann die TeenSize-Klasse des Wettbewerbs und wurde zum „Best Humanoid“ gewählt. Alle drei amtierenden Weltmeister treten auch in Istanbul an, um ihre jeweiligen Titel zu verteidigen. Prof. Dr. Sven Behnke, Sprecher des Nationalkomitees RoboCup Deutschland, sagt: „Deutschland ist die führende Nation im Roboterfußball. Ich bin zuversichtlich, dass wir schöne Spiele sehen werden und deutsche Teams wieder zu den Gewinnern zählen werden.“

Die Regeln des RoboCup werden ständig weiter entwickelt, um den immer weiter verbesserten und ausgefeilteren Fähigkeiten der Roboter wirkliche neue Herausforderungen entgegen zu stellen. So wurde beispielsweise in der TeenSize-Klasse das Spielfeld deutlich vergrößert, damit die schnellen Roboter genug Platz zum komplexen Manövrieren haben. In der Standard-Plattform-Liga wurde die Zahl der Spieler pro Mannschaft erhöht, um mehr Teamspiel zu ermöglichen. Auch in der Liga der Haushaltsroboter wurde die Latte höher gelegt. Diese Roboter sollen komplexe Anweisungen verstehen und eine Wohnung aufräumen. Bei den Rettungsrobotern sind erstmals Fluggeräte zugelassen, die autonom eine Karte von einer simulierten Katastrophenumgebung erstellen.

Die Wettbewerbe in Istanbul beginnen am Donnerstag, dem 07. Juli 2011. Die Finalspiele finden am darauf folgenden Sonntag statt, gefolgt von einem wissenschaftlichen Symposium, in dem die technischen Hintergründe von Robotik und Künstlicher Intelligenz diskutiert werden.

Kontakt DFKI:
Dr. Thomas Röfer
DFKI Bremen
Forschungsbereich Sichere Kognitive Systeme
Enrique-Schmidt-Str. 5 (Cartesium)
28359 Bremen
Tel.: +49 421 218 64200
Fax: +49 421 218 9864200
E-Mail: Thomas.Roefer@dfki.de
Internet: www.dfki.de/sks
Kontakt Nationalkomitee RoboCup Deutschland:
Sven Behnke
Rheinische-Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Informatik VI
Autonome Intelligente Systeme
Friedrich-Ebert-Allee 144
53113 Bonn
Tel: +49 228 73 4422
Mobil: +49 176 240 64862
Fax: +49 228 73 4425
E-Mail: behnke@cs.uni-bonn.de

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.ais.uni-bonn.de/behnke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie