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Weltgipfel der Wenig-Teilchen-Physiker tagt in Bonn

24.08.2009
Alle drei Jahre treffen die führenden Experten der Wenig-Teilchen-Physik zu einer Art "Weltgipfel" zusammen.

Gastgeber ist in diesem Jahr die Universität Bonn. Die Organisatoren erwarten mehr als 300 Teilnehmer aus aller Welt. Es ist seit 1959 erst das zweite Mal, dass die "International IUPAP Conference on Few-Body Problems in Physics" in Deutschland stattfindet. Die Konferenz beginnt am 30. August und endet am 5. September.

Die physikalischen Eigenschaften eines größeren Atoms exakt zu berechnen, ist eine Aufgabe, an der bis heute selbst Supercomputer scheitern. Grund: Atome bestehen ihrerseits aus Protonen, Neutronen und Elektronen, die sich alle gegenseitig beeinflussen. Mit der Zahl der Teilchen steigt die Zahl der "Beeinflussungsmöglichkeiten" und damit der Rechenaufwand extrem an.

Wenig-Teilchen-Probleme sind dagegen leichter in den Griff zu bekommen. Ein anschauliches Beispiel aus dem Makrokosmos ist das System Sonne - Erde - Mond: Wenn man ihre Position zueinander kennt, kann man beispielsweise die Punkte im Raum berechnen, an dem sich die Gravitationskräfte dieser drei Körper exakt aufheben.

Die führenden Experten auf dem Gebiet der Wenig-Teilchen-Physik sind vom 30. August bis zum 5. September an der Universität Bonn zu Gast. Das Tagungsprogramm umfasst knapp 200 Vorträge aus allen Bereichen dieser Disziplin. Es ist seit 1959 bereits das 19. derartige Gipfeltreffen. Bonn ist allerdings zum ersten Mal Gastgeber.

Das Kürzel IUPAP im Konferenztitel steht übrigens für "International Union of Pure and Applied Physics" (Internationale Union für reine und angewandte Physik). Die IUPAP wurde 1922 in der Schweiz gegründet, unter anderem, um weltweite Forschungskooperationen voranzutreiben.

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm gibt es unter
http://fb19.hiskp.uni-bonn.de/
Kontakt:
Professor Dr. Ulf-G.Meißner
Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik
Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2365 oder -66
E-Mail: meissner@itkp.uni-bonn.de

Frank Luerweg | idw
Weitere Informationen:
http://fb19.hiskp.uni-bonn.de/

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