Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wellenfänger steigern Leistung des Wellenkraftwerkes

27.09.2010
Tag der Deutschen Einheit in Bremen:
Laborteam der Beuth Hochschule vertritt den Wissenschaftsstandort Berlin

Die Hauptstadt präsentiert sich am 2. und 3. Oktober 2010 in Bremen zu den Feierlichkeiten am Tag der deutschen Einheit und zu „20 Jahre Deutsche Einheit“ auf der Ländermeile passend zum Berliner Jahr der Wissenschaft 2010.


Der Wellenkanal der Beuth Hochschule für Technik Berlin zog auch zur Langen Nacht der Wissenschaften viele Interessierte an


Modell des Wellenkanals (1,5 m³) im Labor für konventionelle und erneuerbare Energien am Fachbereich VIII - Maschinenbau

Ein zentrales Ausstellungsobjekt ist das sechs Meter lange Modell eines Wellenkraftwerks mit einem Volumen von 750 Litern Wasser aus dem Labor für konventionelle und erneuerbare Energien am Fachbereich VIII (Maschinenbau, Verfahrens- und Umwelttechnik) der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Meereswellen bergen ein gewaltiges Energiepotenzial, die Nutzung dieser Energie gehört zu einem der am wenigsten erforschten Themen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Das Team um Laborleiter Prof. Dr.-Ing. Christoph Pels Leusden und Laboringenieur Dipl.-Ing. (FH) Volker Mank vertreten mit ihrem Forschungsprojekt eindrucksvoll den Wissenschaftsstandort Berlin: einen Wellenkanal mit einem an der Beuth Hoch-schule entwickelten Wellenfänger, mit dem die Leistung eines Wellenkraftwerk erheblich gesteigert werden kann. Die Besucher können hautnah erleben, wie Energie aus Wellen zukünftig effektiv genutzt werden kann.

Durch das an der Beuth Hochschule entwickelte OWC-Kraftwerk (OWC = oscillating water column) zur Erforschung der Meereswellen und ihrer Energiewandlung steht eine einzigartige Anlage für experimentelle Forschung und Lehre zur Verfügung. Das OWC-Kraftwerk nutzt die durch den Wellenhub in der Kraftwerkskammer verdrängte Luftströmung, die eine Turbine mit speziellen Schaufelprofilen antreibt. Die ablaufende Welle saugt einen ähnlichen Luftstrom ein, wie er vorher ausgetrieben wurde. Um die Energie des Luftstroms nutzen zu können, der seine Richtung alle paar Sekunden umkehrt, ist eine spezielle Turbine für oszillierende Strömung erforderlich. Diese wurde, aufbauend auf Arbeiten von Prof. Alan Wells aus Groß-britannien, ebenfalls im Labor entwickelt.

In jüngster Zeit wurden im Labor die Möglichkeiten zur Optimierung des Kraftwerkbetriebs untersucht. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigten dabei, dass der Wirkungsgrad eines Wellenkraftwerks durch den Einbau leistungssteigernder Bauteile erheblich verbessert werden kann.

Die Arbeitsgruppe entwickelte einen Wellenfänger, der Volumenverluste durch ablaufendes Wasser vermeidet. Zusätzlich wird verhindert, dass weitere Leistungsverluste entstehen, indem die einlaufende Welle durch ein ablaufendes Wasservolumen gestört wird. Die leistungssteigernde Wirkung des Wellenfängers wurde am laboreigenen Kraftwerk experimentell nachgewiesen. Bei optimiertem Anstellwinkel des Wellenfängers wurden Leistungssteigerungen von bis zu 157% erzielt.

Kontakt:
Labor für konventionelle und erneuerbare Energien,
Laborleiter: Prof. Dr.-Ing. Christoph Pels Leusden,
Tel. (030) 4504-2454, E-Mail: laborKEE@beuth-hochschule.de

Monika Jansen | Beuth Hochschule
Weitere Informationen:
http://www.beuth-hochschule.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt
20.09.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle
20.09.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik