Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der weiße Hautkrebs ist auf dem Vormarsch

26.02.2009
Vor allem ältere Menschen sind betroffen / Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung vom 5. bis 7. März 2009 in Heidelberg

Der weiße Hautkrebs ist auf dem Vormarsch. Dies ist eines der Themen bei der 36. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung, die vom 5. bis zum 7. März in Heidelberg stattfindet.

Zur größten Wissenschaftstagung der Dermatologie im deutschsprachigen Raum werden 500 Wissenschaftler erwartet, die Innovationen präsentieren und diskutieren. Tagungsort ist die Neue Universität in der Grabengasse 3-5 in Heidelberg.

Ein besonderes Highlight ist der Gastvortrag des Heidelberger Nobelpreisträgers Professor Dr. med. Harald zur Hausen vom DKFZ. Er referiert über "Krebsvorbeugung durch Impfung - Chancen und Möglichkeiten."

Die Haut ist das Organ, das am häufigsten von bösartigen Krebserkrankungen befallen wird. Bei rechtzeitigem Erkennen bestehen sehr gute Heilungschancen, doch sterben jährlich rund 3.000 Patienten in Deutschland an Hautkrebs. Zusätzlich erkrankten daran erstmals 140.000 Menschen.

In der Öffentlichkeit bekannt, ist vor allem der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, an dem etwa 15.000 Menschen in Deutschland leiden. Doch zweimal so häufig ist der weniger bekannte weiße Hautkrebs, das maligne Spinaliom, das sich aus den entarteten Zellen der mittleren Stachelzellschicht in der Haut entwickeln kann. Der häufigste Hauttumor ist das sogenannte Basaliom. Im Gegensatz zu diesem ausschließlich lokal wachsenden Tumor kann das Spinaliom Metastasen streuen.

Alter und Sonnenexposition sind Risikofaktoren

"Mit der steigenden Lebenserwartung wird der Stachelzellenkrebs in den letzten Jahren immer häufiger", erklärt Professor Dr. Alexander Enk, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg. Betroffen sind vor allem ältere Menschen; das Durchschnittsalter liegt bei 70 Jahren. Die Tumoren treten oft an sonnenexponierten Körperregionen, im Gesicht - dort im Mundbereich und an der Nase - oder an den Armen, auf.

Der Zusammenhang zwischen Alter, weiteren Umweltfaktoren und der Entstehung von Krebs ist einer der Schwerpunkte der Heidelberger Tagung. So weiß man mittlerweile, dass Sonnenlicht zu Genmutationen und zu ungezügelter Vermehrung von Krebszellen führt. Rechtzeitige Entfernung des Tumors ist die beste Therapie. Mit Hilfe moderner molekularbiologischer Techniken arbeiten die Wissenschaftler daran, neue Strategien bei der Behandlung der bösartigen Tumoren zu entwickeln, die die bislang begrenzten Erfolge von Strahlen- und Chemotherapie übertreffen.

Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen!

Information zur Tagung und Programm im Internet:
http://www.adf-online.de/wms/adf_public/kalender/tagung2009
Ansprechpartner:
Professor Dr. Alexander Enk
Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg
Telefon: 06221 / 56 85 01 (Sekretariat)
E-Mail: alexander.enk(at)med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/
http://www.adf-online.de/wms/adf_public/kalender/tagung2009

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften