Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wanderausstellung des CERN: Die Suche nach dem Allerkleinsten im weltgrößten Experiment

07.10.2008
GENIALE(s) Highlight: CERN-Ausstellung an der Universität Bielefeld

Die einzigartige Wanderausstellung des CERN, dem Europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik in Genf, ist vom 6. bis 10. Oktober an der Universität Bielefeld zu Gast.

Im September wurde am CERN der größte Teilchenbeschleuniger aller Zeiten in Dienst gestellt, um mit ihm im weltgrößten Experiment die Elementarteilchen, also die kleinsten bekannten Bausteine der Materie, zu erforschen. Die Forschungsarbeit des CERN wird in der Ausstellung erklärt.

Diese ist Teil des Wissenschaftsfestivals GENIALE. Der Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Dieter Timmermann, und der Dekan der Fakultät für Physik, Prof. Dr. Reinhart Kögerler, eröffneten die Schau heute gemeinsam in der Uni-Halle.

Auf der Suche nach den kleinsten Bestandteilen unseres Universums kommt eine Maschine der Superlative zum Einsatz, der "Large Hadron Collider", kurz: LHC. Er ist der weltweit leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger und verläuft in einem 27 Kilometer langen Ringsystem 100 Meter tief in der Erde unterhalb von Genf. In dieser größten wissenschaftlichen Versuchsanordnung überhaupt bringen die CERN-Forscher Teilchen bei bisher unerreichten Energien zum Zusammenstoß, um in den Trümmern nach massebewirkenden Higgs-Teilchen, supersymmetrischen Partnern und verborgenen Raumdimensionen zu suchen. Man hofft, die dunkle Materie, die den Großteil der Masse des Universums ausmacht, zu finden. All dies lässt Rückschlüsse auf die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit, also den Ursprung unseres Universums, zu.

"Ich bin sehr glücklich, dass das CERN uns diese sehr aufwändige Ausstellung über seine Arbeit zur Verfügung gestellt hat", begrüßt Professor Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld, die Gäste. "Die Kooperation mit dem CERN ist ein weiterer Beleg für den hervorragenden internationalen Ruf, den unsere Physiker haben." Professor Dr. Reinhart Kögerler, Dekan der Fakultät für Physik ergänzt: "Die Ausstellung wird in Deutschland ausschließlich an der Universität Bielefeld zu sehen sein."

Auf Schautafeln, Infoscreens und anhand von Ausstellungsobjekten wird das Experiment anschaulich erklärt und das CERN mit seiner Forschungsarbeit multimedial vorgestellt. Eine Präsentation des Forschungsschwerpunktes Teilchenphysik und Kosmologie der der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld ergänzt die CERN-Informationen. "Der Besucher wird in der Ausstellung nicht allein gelassen. Fachkompetente Info-Scouts von der Fakultät stehen bei Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung", sagt Professor Dr. Dominik Schwarz. Der Teilchenphysiker koordiniert die Ausstellung und hat, bevor er an die Universität Bielefeld kam, direkt am CERN gearbeitet.

Das CERN ist das weltgrößte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik. An ihm forschen etwa 9.000 Wissenschaftler aus über 80 Ländern, es ist somit ein Labor für die ganze Welt. An keinem bislang durchgeführten wissenschaftlichen Projekt waren so viele Forscherinnen und Forscher beteiligt - alle mit dem Ziel, Zustände zu erschaffen, wie sie kurz nach dem Urknall geherrscht haben, und die Struktur der Welt genau unter die Lupe zu nehmen.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dominik J. Schwarz, Universität Bielefeld
Fakultät für Physik, Forschungsschwerpunkt Teilchenphysik und Kosmologie
Email: dschwarz@physik.uni-bielefeld.de
Tel.: 0521 / 106 -6223 oder -6224 oder -6226
Fax: 0521 / 106 -2961

Torsten Schaletzke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen
20.01.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

nachricht Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens
19.01.2017 | Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise