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Alternative Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle tun sich erstaunlicherweise sehr viel schwerer damit. Manche sprechen hier gar von Geschlechterblindheit.
Warum das so ist, wollen die Teilnehmer/-innen des Ökonominnen-Netzwerk economics, feminism and science (efas) auf der 9. Jahrestagung an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) diskutieren. Sie findet am Donnerstag und Freitag, 24. und 25. November 2011, in Berlin statt. Anmeldungen sind bis 16. November möglich.
Die Gelegenheit für die Debatte über die Bedeutung der Kategorie Geschlecht ist günstig. Erst im Januar dieses Jahres hat der deutsche Bundestag eine Enquête-Kommission zum Thema „Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität“ eingesetzt. Sie soll unter anderem einen ganzheitlichen Wohlstands- und Fortschrittsindikator entwickeln sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Entkopplung von Wachstum, Ressourcenverbrauch und technischem Fortschritt ausloten.
Die einzige Frau unter den von den Parteien für die Enquête-Kommission nominierten 17 Sachverständigen wird den aktuellen Diskussionsstand der Debatte auf der efas-Jahrestagung zusammenfassen: Prof. Dr. Beate Joachimsen, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR).
Auf der Jahrestagung wird auch zum vierten Mal der mit 500 Euro dotierte efas-Nachwuchsförderpreis für eine exzellente wirtschaftswissenschaftliche Abschlussarbeit verliehen. Er ging zuletzt an Julia Schimeta für ihre Magisterarbeit “Betriebliche Gleichstellungspolitik im internationalen Vergleich“.
efas ist ein im Jahr 2000 gegründetes Netzwerk von 240 Ökonominnen und Wissenschaftlerinnen angrenzender Disziplinen im deutschprachigen Raum. Es zielt auf den Informationsaustausch an der Schnittstelle von Lehre, Forschung und Praxis und fördert außerdem Nachwuchswissenschaftlerinnen.
Wachstum – Fortschritt – Lebensqualität: (k)eine Geschlechterfrage
Jahrestagung des Ökonominnennetzwerks efas
Donnerstag und Freitag, 24. und 25. November 2011
HTW Berlin, Treskowallee 8, 10318 Berlin
Gisela Hüttinger | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.htw-berlin.de
efas.htw-berlin.de/
Weitere Berichte zu: Enquête-Kommission > Gender and Diversity in Science > Geschlechterfrage > Lebensqualität > Technik und Wirtschaft
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