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Vor dem Start des LHC – Auf der Suche nach neuer Physik

19.02.2015

DPG-Frühjahrstagung der Fachverbände Didaktik der Physik, Extraterrestrische Physik, Strahlen- und Medizinphysik, Teilchenphysik sowie Arbeitskreis Beschleunigerphysik in Wuppertal. Vom 9. bis 13. März 2015 diskutieren fast 1500 Fachleute aus aller Welt aktuelle Fragen der Physik. Für Lehrerinnen oder Lehrer ist ein Schnuppertag kostenfrei.

Im Rahmen der Frühjahrstagungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) treffen sich vom 9. bis 13. März 2015 fast 1500 Fachleute aus aller Welt, um über aktuelle Fragen der Physik zu diskutieren.

In Wuppertal konzentrieren sich die Fachverbände und Arbeitskreise auf die Didaktik der Physik, die Extraterrestrische Physik, Strahlen- und Medizinphysik, Teilchenphysik sowie auf die Beschleunigerphysik.

Die Tagung findet kurz vor dem Neustart des LHC bei fast doppelter Energie statt. Der Status der Teilchenphysik, die Erwartungen für die neue Periode der Datennahme und die Möglichkeiten, Beschleuniger mit noch höherer Energie zu bauen, sind Schwerpunkte der Tagung.

Zusätzlich werden astrophysikalische Ergebnisse diskutiert, insbesondere die neuesten Ergebnisse der Planck Mission.

Mit der Bergischen Universität Wuppertal hat die DPG eine besondere Tagungsstätte gewählt: Hier leisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur internationale Spitzenforschung, sondern sorgen auch für den nötigen Wissenstransfer ihrer neuen Erkenntnisse.

Darüber hinaus schneidet das Fach Physik bei den Kriterien, die die Studien- und Lehrsituation betreffen, hervorragend im CHE-Hochschulranking ab.

Die Frühjahrstagungen sind ein zentraler Bestandteil der Aktivitäten der DPG. Jährlich treffen sich bei den Tagungen inzwischen insgesamt über 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. In den Wochen davor und danach treffen sich die Physikerinnen und Physiker anderer Disziplinen in Bochum, Berlin oder Heidelberg.

Die Tagungen sind wichtige Plattformen für Studierende, auf denen sie oft ihre Abschlussarbeiten zum ersten Mal vortragen. Darüber hinaus hat der Nachwuchs die Möglichkeit, mit erfahrenen Physikerinnen und Physikern aus Wissenschaft oder Industrie ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und sich Anregungen für die Berufs- und Karriereplanung einzuholen.

Programmhöhepunkte

Öffentlicher Abendvortrag

• Tatort Urknall: Schnitzeljagd im Teilchenzoo
Mittwoch, 11. März 2015, 20:00 - 21:00, HS 33
Robert Harlander, Bergische Universität Wuppertal

Vor knapp 14 Milliarden Jahren entstand unser Universum. Wie Detektive versuchen die Physikerinnen und Physiker, Beobachtungen zu einer Theorie zu kombinieren. Mit dem heutigen Wissen können sie die Entwicklung des Universums bis auf wenige Bruchteile einer Sekunde nach dem sogenannten Urknall – der Geburt des Universums – zurückverfolgen. Mit Experimenten am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am CERN hoffen sie, noch weiter in die Vergangenheit vordringen zu können, und vielleicht eine Theorie zu entwickeln, die den Urknall selbst beschreibt. Der Vortrag gibt einen allgemein verständlichen Überblick über die fundamentalen Bausteine der Materie und welche Kräfte auf sie wirken. Das kürzlich entdeckte Higgs-Teilchen bleibt ebenfalls nicht unerwähnt.

Wissenschaftliche Programmhöhepunkte

• Physik am Large Hadron Collider – Von der Entdeckung des Higgs-Teilchens zur Suche nach Neuer Physik
Mittwoch, 11. März 2015, 10:00–10:45, HS 33
Karl Jakobs, Universität Freiburg
Trägers der diesjährigen Stern-Gerlach-Medaille der DPG

Trotz der Entdeckung des Higgs-Bosons am Large Hadron Collider am CERN bleiben grundlegende Fragen offen: entspricht das Teilchen den Vorhersagen des Standardmodells? Gibt es neue Symmetrien und damit weitere neue Teilchen? Woraus besteht die Dunkle Materie? Und kann der LHC diese finden? Jakobs skizziert die Potentiale des LHC für die Suche nach neuer Physik bei dann doppelter Kollisionsenergie als bisher.

• Physik für Straßenkinder – ein Entwicklungs- und Forschungsprojekt
Mittwoch, 11. März 2015, 11:15–12:00, HS 33
Manuela und Elmar Breuer, Universität Heidelberg
Träger des diesjährigen Georg-Kerschensteiner-Preises der DPG

Das Projekt Patio 13 – Schule für Straßenkinder verfolgt das Ziel, Straßenkindern in Kolumbien Bildungsangebote zu eröffnen. Grundidee ist, gemeinsam mit heimischen Lehramtsstudierenden experimentelle und erlebnisorientierte Lehr-Lern-Einheiten zur Physik zu entwickeln, die sich in Straßenkinderprojekten einsetzen lassen, um den Kindern so einen Zugang zu physikalischen Phänomenen zu gestatten.

Terminankündigung: Pressegespräch

10. März 2015, 11:00 Uhr, Hörsaalzentrum der Bergischen Universität, Gebäude K, Gaußstraße 20, Raum K11.07.

Teilnehmer
Karl Jakobs, Universität Freiburg
Trägers der diesjährigen Stern-Gerlach-Medaille der DPG
Manuela und Elmar Breuer, Universität Heidelberg
Träger des diesjährigen Georg-Kerschensteiner-Preises der DPG
Karl Heinz Kampert, Bergische Universität Wuppertal, örtlicher Tagungsleiter
Peter Mättig, Bergische Universität Wuppertal, örtlicher Tagungsleiter

Danach lädt die DPG zu einem gemeinsamen Imbiss ein.

Weitere Pressetipps zur Tagung für Journalisten:
  www.dpg-physik.de/presse/veranstaltungen/tagungen/2015/pdf/Pressetipps_Wuppertal.pdf

Hinweise für die Redaktionen:

Nach vorheriger Akkreditierung unter presse@dpg-physik.de sind Journalistinnen und Journalisten zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist dann kostenfrei.

Ansprechpartner für die Presse:
Gerhard Samulat, Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V.
Tel.: 02224 /9232-33, E-Mail: presse@dpg-physik.de

Tagungsleitung:
Prof. Dr. Karl-Heinz Kampert, Bergische Universität Wuppertal
Tel.: 0202 / 439 2856, E-Mail: kampert@uni-wuppertal.de

Weitere Informationen zur Tagung:
http://wuppertal15.dpg-tagungen.de/index.html

Alle Informationen zu allen Frühjahrstagungen der DPG:
www.dpg-physik.de/presse/veranstaltungen/tagungen/index.html

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website: www.dpg-physik.de

Die Bergische Universität Wuppertal ist eine moderne und forschungsorientierte Hochschule im Herzen Nordrhein-Westfalens. Sie verfügt über ein breites Fächerangebot, das auch Disziplinen und Studiengänge umfasst, die an keiner anderen Universität in Deutschland angeboten werden. Im aktuellen Wintersemester studieren über 20.000 Studentinnen und Studenten in 103 Studiengängen. Thematische Schwerpunkte der Bergischen Universität Wuppertal sind „Bausteine der Materie, Experiment, Simulation und mathematische Methoden“, „Bildung und Wissen in sozialen und kulturellen Kontexten“, „Gesundheit, Prävention und Bewegung“, „Sprache, Erzählen und Edition“, „Umwelt, Engineering und Sicherheit“ sowie „Unternehmertum, Innovation und wirtschaftlicher Wandel“. Website: http://www.uni-wuppertal.de/

Weitere Informationen:

http://www.dpg-physik.de/presse/pressemit/2015/dpg-pm-2015-07.html

Gerhard Samulat | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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