Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Mikrosystemen, Robotern und smarten Stromnetzen

14.03.2016

Internationale Elektrotechnik-Konferenz „SSD“ gastiert an der HTWK Leipzig

Vom 21. bis 24. März 2016 treffen sich an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) Spezialisten aus verschiedenen Bereichen der Elektro- und Informationstechnik zur 13. Internationalen Multi-Konferenz für „Systems, Signals and Devices“ (SSD).


Prof. Faouzi Derbel und seine Mitarbeiter Florian Strakosch und Sadok Bdiri (v.r.n.l.) präsentieren zur SSD in Leipzig erstmals den Prototyp eines hochgradig energieeffizienten Sensors.

Foto: Kristina Denhof/HTWK Leipzig

Insgesamt werden über 100 Experten zu der vom internationalen Fachverband der Elektroingenieure IEEE akkreditierten Konferenz erwartet. Die zentrale Fragestellung der knapp 140 Vorträge an drei Tagen: Wie kann die uns umgebende Technik intelligenter gestaltet werden?

Die Bandbreite der Themen reicht dabei von Mikrosystemen, wie sie in Smartphones vorkommen, über drahtlos kommunizierende Sensoren bis hin zu intelligenten Stromnetzen und Robotern.

Gastgeber der Konferenz ist HTWK-Professor Faouzi Derbel. Als einer der Mitbegründer der SSD ist der aus Tunesien stammende Elektrotechnik-Professor besonders stolz, die Veranstaltung in ihrem 15. Jahr des Bestehens erstmalig an seiner Heimat-Hochschule, der HTWK Leipzig, ausrichten zu können.

„Mit Teilnehmern aus 18 Ländern, darunter Experten aus Tunesien, Malaysia, Korea, den USA oder Jordanien, ist die SSD im Gegensatz zu vielen vorrangig westlich geprägten Konferenzen wirklich international. Dieser Wissensaustausch über Kontinente und Kulturkreise hinweg ist wichtig, um neue Perspektiven und Forschungsansätze kennenzulernen.

Denn genauso international wie viele globale Herausforderungen sind – die Versorgungssicherheit in Energienetzen zum Beispiel oder die Senkung des CO2-Ausstoßes durch effizientere Systeme – genauso international vernetzt sollte auch die Wissenschaft sein“, so Prof. Faouzi Derbel.

Neben seiner Funktion als Gastgeber wird Prof. Derbel auf der diesjährigen SSD auch selbst neue Forschungsergebnisse präsentieren. Zusammen mit seinen Mitarbeitern Florian Strakosch und Sadok Bdiri hat er einen hochgradig energieeffizienten Sensor entwickelt, der seine Messdaten (z. B. Position, Temperatur oder Spannung) jederzeit auf Anfrage an einen Computer senden kann. Das Besondere: Der Sensor funkt komplett drahtlos und ist energieautark. Bislang auf dem Markt verfügbar sind lediglich Systeme, die zu vorgegeben Zeitintervallen ihre Messdaten senden.

„Mit unserem ‚Wake-Up-Receiver‘ kann man jeder Zeit auf den Sensor zugreifen. So wird es zum Beispiel möglich, die Position eines mit dem Sensor ausgestatteten Geräts oder Produkts innerhalb von Gebäuden energieeffizient zu orten. Auch die Zustandsüberwachung von Maschinen wird durch den Sensor deutlich flexibler“, erklärt HTWK-Mitarbeiter Sadok Bdiri.

Das theoretische Grundkonzept des Wake-Up-Receivers wurde bereits vor zwei Jahren auf der SSD in Barcelona mit dem Best Paper Award ausgezeichnet. Auf der diesjährigen Konferenz präsentieren die Wissenschaftler nun den ersten Prototyp.

Die Konferenz findet im Nieper-Bau der HTWK Leipzig, Karl-Liebknecht-Straße 134, vom 21. bis 23. März 2016 statt.

Weitere Informationen:

http://www.ssd-conf.org/ssd16 – weitere Informationen zur SSD 2016
http://ssd-conf.org/ssd16/files/SSD16-ProgramTable.pdf – das gesamte Programm als PDF

Rebecca Schweier | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften