Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Visionäres Bauen mit Textilien - Kooperationsforum in Würzburg

04.09.2012
Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends in den Feldern Membranbau, textile Verstärkungsstrukturen und Funktionsintegration präsentiert das 2. Kooperationsforum „Textilien in Bau und Architektur“ am 16. Oktober 2012 in Würzburg.
Mit dabei sind u. a. das innovative Architekturbüro Zaha Hadid, das renommierte Membranbauunternehmen Hightex, der Carbonfaserhersteller SGL, der Membranproduzent Sefar und die Textilmaschinenfirma LIBA sowie aus der Wissenschaft das ILEK der Universität Stuttgart, die Fraunhofer-Allianz BAU und das ZAE Bayern.

Eins zu null für Deutschland! Tolle Stimmung im Stadion in Rio de Janeiro. Das ist die Vision für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Nur die wenigsten Zuschauer werden dann wissen, dass das spektakuläre Stadion in Rio de Janeiro – ein Membranbau – deutsche und bayerische Unternehmen umgesetzt haben.

Stadien sind Ikonen des Membranbaus – jedes ist einzigartig in seiner Einpassung in Landschaft und Kultur, aber auch in seiner besonderen Funktionalität. Damit stellen sich immer wieder neue Anforderungen an die eingesetzten Textilien. Innovationen sind gefordert – bei Gewebeaufbau, Beschichtung und Konstruktion. Neben dem Stadionbau bieten sich für Membranen Einsatzpotenziale im Neubau und in der Sanierung von Gebäuden. Als zweite Gebäudehülle ermöglichen sie z. B. adaptive Bauten, die sich an klimatische Bedingungen anpassen. Und somit Energieeffizienz und Nachhaltigkeit optimieren.
Ebenso erobert textilbewehrter Beton zunehmend das Bausegment – er kann sowohl im gesamten Hoch- als auch Tiefbau eingesetzt werden. Er zeichnet sich durch Dünnwandigkeit (Bauteildicke von 10 bis 30 mm), keine Korrosionsanfälligkeit und große Gestaltungsfreiheit aus. Mit ihm lassen sich komplexe Geometrien und damit neuartige Architektur realisieren.

Membranen und Textilbeton sind nur zwei Beispiele für die Anwendung Technischer Textilien im Bauwesen. Zu erwähnen sind des Weiteren z. B. textile Dämmmaterialien oder Geotextilien für den Landschafts- und Tiefbau. In jedem der genannten Felder können Textilien ihre funktionellen Vorzüge ausspielen – zum Schutz, zur Verstärkung, zur Filtration und Trennung oder zur architektonischen Gestaltung. Insgesamt bietet das Bausegment ein großes Marktpotenzial für Technische Textilen: 2011 machten Baumaßnahmen 10 Prozent des deutschen Bruttoninlandsproduktes aus, in Summe 256 Milliarden Euro. Allein durch die verstärkte Nutzung textiler Materialien in diesem Bereich werden für Technische Textilien weltweit jährliche Zuwachsraten von 5 bis 8 Prozent prognostiziert.
Kooperationsforum, 16. Oktober 2012
Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends in den Feldern Membranbau, textile Verstärkungsstrukturen und Funktionsintegration präsentiert das 2. Kooperationsforum „Textilien in Bau und Architektur“ am 16. Oktober 2012 in Würzburg. Mit dabei sind u. a. das innovative Architekturbüro Zaha Hadid, das renommierte Membranbauunternehmen Hightex, der Carbonfaserhersteller SGL, der Membranproduzent Sefar und die Textilmaschinenfirma LIBA sowie aus der Wissenschaft das ILEK der Universität Stuttgart, die Fraunhofer-Allianz BAU und das ZAE Bayern.
In der Fachausstellung präsentieren circa 20 Firmen und Institute neueste Lösungen und Konzepte mit Bezug zu den Vortragsthemen.

Das Forum bietet Textilherstellern, Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie angrenzenden Ländern eine ideale Plattform, um praxisnahe Informationen zu gewinnen und neue Kontakte für zukünftige Vorhaben aufzubauen.
Rahmenprogramm, 15. Oktober 2012
Am Vortag, dem 15. Oktober 2012, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, das ZAE Bayern (Themen sind u. a. Funktionalisierung von Textiloberflächen, Forschungsmembranbau, Wärmedämmstoffe) und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg (Themen sind u. a. Keramikfasertechnikum und Smart Materials für Textilien) zu besichtigen.
Konzeption und Organisation
Die Bayern Innovativ GmbH konzipiert und organisiert dieses Forum im Rahmen des Netzwerks Textile Innovation. Partner sind der Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie, die Fraunhofer-Allianz BAU, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung und das ZAE Bayern sowie die Bayerische Ingenieurkammer-Bau, die Bayerische Architektenkammer, das Bayerische Baugewerbe und der Bayerische Bauindustrieverband. Unterstützung erfährt das Forum durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Das Forum zählt als akkreditierte Weiterbildung der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau.

Christina Nassauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de/bautextilien2012/programm
http://www.bayern-innovativ.de/bautextilien2012/rahmenprogramm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 48V im Fokus!
09.05.2018 | Haus der Technik

nachricht „Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn
18.05.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics