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Viren und Bakterien im Fokus: DGI und DZIF tagen gemeinsam in München

11.11.2015

Infektionskrankheiten gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Aktuelle Probleme wie Antibiotikaresistenzen, Impfmüdigkeit und neu auftretende Infektionskrankheiten wie Ebola stellen Wissenschaftler und Ärzte vor große Aufgaben. Auch die Entwicklung von neuen Diagnostika und Medikamenten gegen HIV, Tuberkulose, Malaria oder Hepatitis sind Teil ihrer Arbeit. Erstmals tagen die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) gemeinsam. Rund 300 Experten diskutieren vom 19. bis 21. November in München aktuelle Fragen und Projekte ihres Fachgebiets.

Der letzte und bisher größte Ebola-Ausbruch im Jahr 2014 hat über 11.000 Menschen das Leben gekostet. Nun gilt es, einen erneuten Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Die schnelle Entwicklung von Impfstoffen ist eines der Themen auf dem Kongress.

In einer Podiumsdiskussion am 20. November diskutieren Experten mit der Redakteurin Kathrin Zinkant, Süddeutsche Zeitung, zum Thema „Impfschutz gegen die Seuchen von morgen – wann ist es ethisch, die klinische Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Erreger zu beschleunigen?" Für den Ebola-Impfstoff wird derzeit ein beschleunigtes Verfahren angewandt.

„Die schnelle Entwicklung von Impfstoffen gegen Ebola und andere neu auftretende Infektionskrankheiten ist ein wichtiger Schwerpunkt im DZIF“, betont Prof. Martin Krönke, Vorstandsvorsitzender des DZIF.

Das Programm der Jahrestagung mache aber deutlich, wie breit im DZIF zu infektiologischen Themen geforscht wird. Neben den neu auftretenden Viren beschäftigen auch Krankheiten wie Aids, Hepatitis, Malaria, Tuberkulose und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes die Forscher.

Ein weiterer Schwerpunkt des Kongresses wird die Bekämpfung von Krankenhausinfektionen sein. Die zunehmende Ausbreitung von Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind, erfordert neue Antiinfektiva und eine effektive Eindämmung resistenter Bakterien.

„Es ist eine Kernaufgabe der Infektiologie, das Wissen darüber, wie diese Infektionen verhindert und behandelt werden können, voranzutreiben“, sagt Prof. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Klinik I für Innere Medizin am Uniklinikum Köln. Nötig wären mehr Spezialisten für Infektionskrankheiten, die Patienten mit komplexen Erkrankungen behandeln und die auch die Fortbildung anderer Arztgruppen sicherstellen könnten, so der Präsident der DGI.

Bei der gemeinsamen Jahrestagung der DGI und des DZIF präsentieren die Wissenschaftler den aktuellen Stand der Infektionsforschung. „Die erste gemeinsame Jahrestagung sehen wir als Chance, unser Wissen künftig noch besser bündeln zu können und gemeinsame Ziele der Infektionsbekämpfung effektiv vorantreiben zu können“, so Fätkenheuer.

Wir möchten alle interessierten Journalistinnen und Journalisten herzlich zu der Tagung einladen. Die Fachvorträge werden teils in Englisch gehalten, die Podiumsdiskussion findet in deutscher Sprache statt.

Wir möchten alle interessierten Journalistinnen und Journalisten herzlich zu der Tagung einladen. Die Fachvorträge werden teils in Englisch gehalten, die
Podiumsdiskussion findet in deutscher Sprache statt.

Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie unter http://www.dgi-dzif-kongress2015.de. Bitte melden Sie sich unter wetzstein@medizinkommunikation.org an, wenn Sie den Kongress besuchen möchten.


Terminhinweise:

Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF)
Termin: 19. bis 21. November 2015
Ort: Paulaner am Nockherberg, Hochstr. 77, 81541 München

Podiumsdiskussion am 20. November 2015 von 15:45 bis 16:45 Uhr:
„Impfschutz gegen die Seuchen von morgen – wie können wir wann ist es ethisch, die klinische Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Erreger zu beschleunigen?"
Moderation: Kathrin Zinkant, Redakteurin im Ressort Wissen der Süddeutschen Zeitung
Teilnehmer:
• Prof. Dr. Marylyn Addo (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
• Prof. Dr. Klaus Cichutek (Paul-Ehrlich-Institut)
• Prof. Dr. Stephan Becker (Phillips-Universität Marburg)
• Dr. Joachim Klein (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickeln bundesweit mehr als 500 Wissenschaftler aus 35 Institutionen gemeinsam neue Ansätze zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten. Ziel ist die sogenannte Translation: die schnelle, effektive Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis. Damit bereitet das DZIF den Weg für die Entwicklung neuer Impfstoffe, Diagnostika und Medikamente gegen Infektionen. Das DZIF wird vom BMBF und den Ländern gefördert. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.dzif.de.

Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft, die das Gebiet der humanmedizinischen Infektionslehre in Klinik, Praxis und Forschung vertritt. Sie versteht sich als primär klinisch orientiertes Fach, betont dabei jedoch dessen interdisziplinären Charakter wie auch die Relevanz der Infektionsmedizin für das öffentliche Gesundheitswesen und im Sinne internationaler Gesundheit. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.dgi-net.de


Kontakt für Rückfragen:

Janina Wetzstein
Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V.
Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 89 31 457
Fax: 0711 89 31 167
E-Mail: wetzstein@medizinkommunikation.org
http://www.dgi-net.de

Janna Schmidt und Karola Neubert
Deutsches Zentrum für Infektionsforschung
Pressestelle
Tel.: +49 531 6181-1154/-1170
E-Mail: presse@dzif.de
http://www.dzif.de

Weitere Informationen:

http://www.dgi-dzif-kongress2015.de

Medizin - Kommunikation | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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