Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vernetzt planen und produzieren - VPP2009

15.09.2009
Abschlusskolloquium des Paketantrages 196 "Kompetenzzellenbasierte Produktionsnetze" am 17. September 2009 an der TU Chemnitz

Die Weltwirtschaft befindet sich aktuell in einer Krise. Mit enormem Aufwand steuert die Politik gegen. Netzwerke sind seit jeher eine probate Strategie gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), selbst solche starken ökonomischen Turbulenzen abzufangen und das unternehmerische Risiko zu begrenzen. Die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit geschieht dabei durch gezielte Kooperation, Kompetenzkonzentration und Ressourcenbündelung. Nicht zuletzt gelten Netzwerke als die Unternehmensform des 21. Jahrhunderts.

Unternehmen benötigen zum Bilden und Betreiben derartiger Netzwerke geeignete Modelle, Methoden und Instrumentarien. Um Wissenschaftlern und Praktikern, die sich mit Fragestellungen und Problemen des Bildens und Betreibens von Netzwerken auseinandersetzen, ein Podium zum intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Verfügung zu stellen, veranstaltet der Sonderforschungsbereich (SFB) 457 "Hierarchielose regionale Produktionsnetze" und in Nachfolge der Paketantrag (PAK) 196 "Kompetenzzellenbasierte Produktionsnetze" seit dem Jahr 2000 die Chemnitzer Fachtagung "Vernetzt planen und produzieren".

Zum nunmehr siebten Male findet am 17. September 2009 die Tagung "Vernetzt planen und produzieren - VPP2009" statt. Es werden auch in diesem Jahr aktuelle Ergebnisse aus Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Produktions- und Dienstleistungsnetzwerke sowie Anforderungen und Erkenntnisse der praktischen Umsetzung durch die Industrie vorgestellt und diskutiert. Hierzu sind zwei Workshops eingerichtet, die Netzwerke sowohl aus Sicht der Theorie und Wissenschaft (Workshop 1) als auch aus Sicht der Praxis (Workshop 2) beleuchten.

Interessierte sind zu dieser fachlichen Diskussion an den Universitätsteil 3 der TU Chemnitz (Erfenschlager Straße 73, Gebäude C) eingeladen, um sowohl der wissenschaftlichen Arbeit als auch dem praktischen Umgang mit Netzwerken weitere Impulse zu verleihen und neue Partner zu gewinnen. Die Tagung fungiert in diesem Jahr gleichzeitig als Abschlusskolloquium des Paketantrages 196. Nach zweieinhalb Jahren Forschungstätigkeit läuft dieser Ende September aus. Folglich ist eine gesonderte Session speziell dem Themenkreis der "Kompetenzzellenbasierten Produktionsnetze" gewidmet.

Forschungsprojekt Paketantrag (PAK) 196 Kompetenzzellenbasierte Produktionsnetze

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Projekt zur Erforschung von Unternehmensnetzwerken, das von 2007 bis 2009 an der TU Chemnitz läuft, mit 1,4 Millionen Euro. Es baut auf dem DFG-Sonderforschungsbereich "Hierarchielose regionale Produktionsnetze" auf, der an der TU Chemnitz bis 2006 lief. Ausgangspunkt des Projektes ist, dass mehr als 90 Prozent der europäischen Unternehmen Kleinstunternehmen sind, also - nach Definition der Europäischen Kommission - weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen. Auch gerade im ostdeutschen und vor allem im Chemnitzer Raum existieren viele solcher Mikrounternehmen. Immer häufiger schließen sich diese Firmen zusammen, um ihre Kompetenzen zu bündeln, Synergien zu nutzen und gemeinsam am Markt komplexe Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Wie solche Netzwerke funktionieren und wie sie unterstützt werden können, wurde im Paketprojekt unter Federführung der Professur für Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der TU Chemnitz erforscht.

Das Paketprojekt besteht aus sechs Einzelprojekten, in denen Wissenschaftler von fünf Professuren aus den beiden Fakultäten für Maschinenbau und für Wirtschaftswissenschaften der TU zusammenarbeiten. Die Forschungsergebnisse sollen nun verstärkt in die Praxis überführt werden und den zahlreichen bereits bestehenden Firmennetzen im Raum Chemnitz und in ganz Sachsen zugute kommen. Ihnen möchten die Forscher einen Leitfaden an die Hand geben, mit Tipps, wie Kleinstunternehmen Netzwerke knüpfen und erhalten können, wer geeignete Partner sind und wie die kooperativen Austauschprozesse wirkungsvoll und effizient verlaufen können. "Wir arbeiten dabei branchenübergreifend, also sowohl für Produktions- als auch für Dienstleistungsunternehmen. Unsere Ergebnisse schneiden wir dann speziell auf ein nachfragendes Unternehmen zu", erklärt Prof. Dr. Egon Müller, Inhaber der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb und gleichzeitig Koordinator des Paketprojektes.

Homepage des Projektes "Kompetenzzellenbasierte Produktionsnetze": http://www.tu-chemnitz.de/PAK196

Informationen zur Tagung: http://www.tu-chemnitz.de/PAK196/de/vpp2009

Weitere Auskünfte erteilt Dr. Jörg Ackermann, Telefon 0371 531-35306, E-Mail pak196@tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/PAK196
http://www.tu-chemnitz.de/PAK196/de/vpp2009

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Auf dem Gipfel der Evolution – Flechten bei der Artbildung zugeschaut

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Elektroimpulse säubern Industriewässer und Lacke

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler

27.04.2017 | Messenachrichten