Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vergleichen, Bewerten, Diskutieren, voneinander und miteinander Lernen

08.06.2012
Benchmarking gewinnt als Instrument zur Unterstützung der Qualitäts- und Organisationsentwicklung auch in Hochschulen zunehmend an Bedeutung.
Europaweit sind im Wissenschaftsbereich zahlreiche Benchmarking-Initiativen gestartet, die im Grundsatz alle dem gleichen Prinzip unterliegen: Aus dem „Vergleich von Daten, Prozessen und Strategien“ und über den „gegenseitigen Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Diskussion“ gelangt man zu einem „Von- und miteinander Lernen“.

Doch wie gestaltet sich dieser Benchmarking-Prozess konkret? Wie kann die grundsätzliche Vorgehensweise an die individuellen Zielsetzungen, Fragestellungen und Rahmenbedingungen der Benchmarking-Teilnehmer angepasst werden? Und welche Herausforderungen und weiteren Faktoren gilt es, bei einem Benchmarking über nationale Grenzen und Kulturen hinweg zu berücksichtigen?

Zu ihrer ersten internationalen Benchmarking-Conference am 13. und 14. September 2012 in Hannover hat die HIS Hochschul-Informations-System GmbH Referentinnen und Referenten eingeladen, die diese Themen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und eigene Erfahrungen widerspiegeln. Ziel ist es, ein Forum für den internationalen Erfahrungsaustausch zu bieten und gleichzeitig ganz praktische Hinweise zu vermitteln, wie ein Benchmarking-Projekt erfolgreich geplant und durchgeführt werden kann. Dabei verweist HIS sowohl auf seine mehr als zehnjährigen Erfahrungen mit eigenen Benchmarking-Projekten in Hochschulen und Forschungseinrichtungen als auch auf Expertinnen und Experten, die speziell im internationalen Umfeld Benchmarking-Projekte entweder selbst durchgeführt haben oder an diesen beteiligt waren bzw. diese analysiert haben.

Durch die beiden einführenden Vorträge von Dr. Tim Jäkel (Forschungsinstitut für Öffentliche Verwaltung, Speyer) und Lene Mejer (Europäische Kommission, Brüssel) wird der gesellschaftliche und politische Rahmen ausgeleuchtet, dem das Handeln von Hochschulen und Forschungseinrichtungen zugrunde liegt. So berichtet Dr. Jäkel über Benchmarking-Projekte in öffentlichen Verwaltungen verschiedener europäischer Länder, die den Einfluss der unterschiedlichen nationalen Kulturen auf Vorgehensweise und Umgang der Benchmarking-Partner miteinander und gegenüber den übergeordneten Behörden und der Öffentlichkeit deutlich machen. Lene Mejer stellt die zunehmende Bedeutung der Benchmarking-Methode für den Europäischen Hochschulraum aus Sicht der Europäischen Kommission dar, wobei die Fortentwicklung von Benchmarks auch im Strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2020 („Education and Training“ ET 2020) ein wichtiger Bestandteil ist.

Praktische Beispiele liefern im Anschluss Holger Hansel mit einem Vortrag zu den Benchmarking-Erfahrungen des Kings College London in Großbritannien, Dr. Lottelis Moser von der Universität Wien mit Beispielen aus einem deutsch-österreichischen Benchmarking-Projekt und Dr. Christiane Gaehtgens, die aus verschiedenen von ihr moderierten und begleiteten internationalen Benchmarking-Projekten über dort aufgetretene praktische Probleme und deren Lösungen berichten wird.

Am zweiten Konferenztag werden HIS-Expertinnen und -Experten aus drei verschiedenen Benchmarking-Projekten berichten, die sie begleitet und moderiert haben - und daran aufzeigen, wie das grundsätzliche Vorgehen im Benchmarking in Abhängigkeit von Zielrichtung und Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt werden kann. HIS wird dabei ein kennzahlengestütztes und prozessorientiertes Benchmarkingverfahren aus den Hochschulverwaltungen der Universitäten im Nordverbund, ein strategisches Benchmarking Projekt mit Kanzlerinnen und Kanzlern von Musikhochschulen sowie ein strategisches Benchmarking Projekt mit Leitungen von International Offices vorstellen. Aus jedem Projekt wird ein(e) Vertreter(in) der teilnehmenden Hochschulen anwesend sein und aus eigener Perspektive über Ziele, Erfahrungen bei der Durchführung und Umgang mit den Ergebnissen der Benchmarking-Projekte berichten.

Die Veranstaltung richtet sich an die Führungsebene aus Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie an Mitarbeitende dieser Einrichtungen, die sich mit Aspekten der Hochschulentwicklung sowie mit strategischen Prozessen befassen. Die Konferenz bietet die Möglichkeit, die Benchmarking-Methode in der Anwendung kennenzulernen und zu erfahren, wie ein zweckmäßiger Einsatz im Hochschul- und Wissenschaftsbereich zu gestalten ist. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ein Benchmarking-Projekt planen oder begleiten wollen, konkrete Anregungen und Hinweise für eine erfolgreiche Durchführung.

Hinweis: Die Vorträge und Diskussionen werden komplett englischsprachig gehalten und geführt. Dies ermöglicht einem breiten internationalen Publikum die Teilnahme und sorgt wiederum dafür, im Rahmen von Diskussionen die Erfahrungen des Einsatzes der Benchmarking-Methode auch in anderen Ländern kennenzulernen, sich darüber zu informieren und auszutauschen.

Anmeldungen sind online bis zum 10.08.2012 über den Link https://hisbus.his.de/uc/benchmarking möglich. In den 249,90 Euro Tagungsgebühr (inkl. USt.) sind Verpflegung während der Konferenz und Veranstaltungsunterlagen enthalten. Für die Teilnahme am Conference-Dinner werden zusätzlich 50,00 Euro erhoben.

Theo Hafner | idw
Weitere Informationen:
http://www.his.de/veranstaltung/seminare_einzeln?nr=818

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften