Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verband Innovativer Unternehmen seit 20 Jahren Motor der Industrieforschung

08.03.2012
Im Einigungsvertrag einst glatt vergessen

Die mittelständische Industrieforschung hat seit 20 Jahren eine Interessenvertretung mit ungewöhnlicher Geschichte und Gegenwart: den Verband Innovativer Unternehmen (VIU). Die Gründung des ehemals reinen Ost-Zweckbündnisses wurde 1992 notwendig, weil die „große“ Politik im Einigungsvertrag Existenz und Zukunft der Industrieforschung in Kombinaten und Großbetrieben mit damals fast 90.000 Beschäftigten schlicht vergessen hatte.

Als selbstbewusster Partner von Parlament, Ministerien, Verbänden und Kammern beteiligt sich der VIU im Interesse von insgesamt über 3.000 forschenden kleinen und mittleren Betrieben allein in den neuen Bundesländern seither an Planung und Ausgestaltung für die Wettbewerbsfähigkeit der heute meist kleinteiligen Innovationsschmieden existenziell wichtiger Förderprogramme speziell des Bundeswirtschaftsministeriums. So tragen u. a. das unlängst als „Beste Innovationsförderung“ ausgezeichnete Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand oder das speziell für gemeinnützige externe Forschungseinrichtungen bedeutsame Programm INNO-KOM Ost auch die Handschrift des Verbands.

Und das Unternehmensbündnis zur Stärkung von Forschung und Entwicklung im kleineren Mittelstand verursacht weiter ungewöhnliche Schlagzeilen: Vor wenigen Monaten erst gelang mit Gründung eines Landesverbandes Baden-Württemberg die Westausdehnung. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Landesgruppe Nordrhein-Westfalen entstehen, auch Bayern und Niedersachsen sind als Zuwachs bereits fest eingeplant. „Zwei Jahrzehnte Erfolge für die FuE-Förderung Ost überzeugen natürlich“, erklärt VIU-Geschäftsführerin Dr. Annette Treffkorn das spürbar gewachsene Interesse forschungsorientierter Unternehmen aus den alten Bundesländern an einem Zusammengehen. Der VIU verstehe sich längst als Interessenvertreter des forschenden Mittelstands der gesamten Republik, ergänzt Dr.-Ing. Ralf-Uwe Bauer, Vorstandsvorsitzender des VIU und Vorstand der smartfiber AG in Rudolstadt (Thüringen). Seien doch die Probleme und Herausforderungen für Firmen einer bestimmten Größe länderübergreifend in Ost und West häufig ähnlich. „Da ist eine Bündelung der Kräfte nur die logische Konsequenz“, sagt Bauer.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten auch Mittelständler und Institute aus Thüringen wie die GFE - Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung, Schmalkalden, oder das Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V.. Heute hat der Verband im Freistaat 21 aktive Mitglieder.

Beim Jubiläumskongress am 28. März in Berlin vermitteln erfahrene Unternehmer und Wissenschaftler Erkenntnisse, wie man betriebliche Innovationsprozesse möglichst effizient gestaltet. Besondere Erwartungen verknüpfen sich mit dem Auftritt von Prof. Frank T. Piller von der RWTH Aachen. Er referiert zum Thema „Open Innovation für KMU – Chancen und Herausforderungen für mehr Produktivität der F&E“. Gäste sind willkommen, eine Teilnahmemeldung ist noch bis zum 21.März möglich.

Kontakt: Verband Innovativer Unternehmen e.V., GF Dr. Annette Treffkorn, Boxhagener Str. 119, 10245 Berlin, Tel.: 030 440 550 20, e-Mail: viu@viunet.de

Dr. Annette Treffkorn | Checkpoint-Media
Weitere Informationen:
http://www.viunet.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie