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Universität der Großregion: Physiker treffen sich zur Fachkonferenz über weiche Materie in Lüttich

19.10.2011
So genannte weiche Materie umgibt uns überall in unserem Alltag.

Die aus großen Molekülen (Makromolekülen) aufgebauten Stoffe sind zum Beispiel als Kosmetika, Lebensmittel und Flüssigkeiten vorhanden. Wissenschaftler aus der Universität der Großregion treffen sich am 27. und 28. Oktober in Lüttich, um über gemeinsame Forschungsvorhaben und aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der weichen Materie zu sprechen.

Stoffe, die zur weichen Materie zählen, sind in der Regel dadurch ausgezeichnet, dass sie aus Makromolekülen aufgebaut sind und wenige Nanometer bis hin zu mehreren Millimeter groß sein können sowie über Zeiträume von wenigen Nanosekunden bis hin zu mehreren Stunden eine Rolle spielen. Diese Komplexität hat dazu geführt, dass die Erforschung der weichen Materie erst in den letzten Jahren erheblich dynamischer wurde.

Physiker und Chemiker können mit der Erforschung der weichen Materie oft auch den Zugang zum Verständnis biologischer Systeme finden, da auch diese in vielen Fällen aus Makromolekülen aufgebaut sind. So lassen sich deren Eigenschaften mit den Gesetzen der weichen Materie beschreiben.

In der Universität der Großregion arbeiten insgesamt bis zu 20 Arbeitsgruppen im engeren Sinne auf dem Gebiet der weichen Materie. Auf dem Workshop sollen aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt werden und Interaktionsmöglichkeiten über die einzelnen Hochschulgrenzen hinaus auf diesem modernen Arbeitsgebiet entwickelt werden.

Weitere Informationen erteilt:
Prof. Dr. Christian Wagner
Tel.: (0681) 302-3003
E-Mail: c.wagner@mx.uni-saarland.de
Internet: http://www.uni-gr.eu
Hintergrund:
Das Projekt Universität der Großregion (http://www.uni-gr.eu/) möchte bis April 2013 einen grenzüberschreitenden Universitätsverbund schaffen. Beteiligt sind die Universität des Saarlandes, die Université de Liège, die Université du Luxembourg, die Université Paul Verlaine – Metz, die Nancy-Université sowie die Universität Trier und die TU Kaiserslautern. Seit dem offiziellen Start des Projektes haben sich die Partneruniversitäten auf Verwaltungsebene in grenzüberschreitenden Expertenausschüssen zusammengeschlossen, die mit der Umsetzung von konkreten Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern betraut sind. Im Rahmen von sogenannten Pilotaktivitäten werden außerdem Akteure aus Lehre und Forschung der sieben Universitäten miteinander vernetzt, um Kooperationen auszuweiten bzw. neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben.

Gerhild Sieber | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-gr.eu/

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