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Uni light? Podiumsdiskussion zur aktuellen Bildungspolitik in Mitteldeutschland

02.04.2014

Unter dem Titel „Unklug sparen? Zum Ende der Idee der Volluniveristät im Osten Deutschlands“ diskutieren am Freitag, den 4. April, Hochschulrektoren, Wissenschaftler und Politiker über die Folgen und mögliche Perspektiven der aktuellen Bildungspolitik in den mitteldeutschen Ländern. Eingeladen hat zu diesem Akademie-Forum die Sächsiche Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Beginn ist um 16 Uhr.

Die Landesregierungen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens verordnen ihren Hochschulen Diät. Doch die Reserven für die erneute Hungerkur sind längst aufgebraucht. Mittlerweile streichen die Universitäten ganze Fächer aus ihrem Studienangebot, um die Sparvorgaben erfüllen zu können.

Auf der roten Liste stehen zum Beispiel die Archäologie und die Theaterwissenschaften in Leipzig, die Medienwissenschaften, die Psychologie und Informatik in Halle und die Humanwissenschaften in Magdeburg. Diese Entwicklungen werfen zahlreiche Fragen auf:

Geben die Universitäten im Osten Deutschlands mit den Fächerstreichungen und der weiteren Profilierung die Idee einer Volluniversität nun doch auf? Gehen die Kürzungen an den Unis nicht auch zu Lasten einer ganzen Region, die besonders für junge und gut ausgebildete Menschen attraktiv sein muss?

Über dies und Weiteres diskutieren auf dem Podium Rektorin Beate Schücking (Leipzig), Rektor Udo Sträter (Halle), Eva-Maria-Stange (bildungs- und kulturpolitische Sprecherin der SPD) und Charlotte Schubert (Professorin für Alte Geschichte an der Universität Leipzig).

Teilnehmen werden zudem der Rektor der TU Dresden, Hans Müller-Steinhagen, und zahlreiche Landtags- und Bundestagsmitglieder der unterschiedlichen Parteien.

Die Veranstaltung knüpft mit ihrem Titel an das Forum „Klug sparen? Wissenschaftsentwicklung in der Krise“ an, das vor drei Jahren in der Akademie stattfand. Auch damals trafen sich Vertreter aus Wissenschaft und Politik zum Gespräch angesichts drastischer Haushaltskürzungen und den damit einhergehenden Problemen.

Und es wurde gewarnt, dass Bildung, der stärkste Motor für Innovationen und die langfristige Entwicklung von Wohlstandssicherung nicht bis zum Stillstand gedrosselt werden darf. Ob er mittlerweile stottert, diese Frage wird auch Thema des aktuellen Forums sein.

Stefanie Kießling | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.saw-leipzig.de

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