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Ungeliebtes Erbe – gefährdetes Erbe

07.07.2011
Internationale Tagung „45+ Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne in Europa“ vom 22.7. bis 24.7.2011 an der TU Berlin

Die architektonische und städtebauliche Nachkriegsmoderne gewinnt seit den 1990er-Jahren besonders in Fachkreisen verstärkt an Interesse. Gleichzeitig sind die Gebäude, Ensembles und Freiraumstrukturen der Jahrgänge nach 1945 gefährdet.

Zu der internationalen Fachtagung „45+ Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne in Europa“ möchten wir Sie herzlich einladen:

Zeit: 22. Juli 2011 bis 24. Juli 2011
Ort: Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin, Hardenbergstraße 40A, 10623 Berlin, im Erweiterungsbau, Raum EB 223/224

Die Vortrags- und Diskussionssprache ist aufgrund der internationalen Beteiligung englisch.

Die Tagung wird vom Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin, Fachgebiet Denkmalpflege, und vom Fachbereich Architektur der TU Darmstadt veranstaltet.

Dass dieses Erbe gefährdet ist, liegt zum einen an einem oft nur schwer vermittelbaren Wert dieser Objekte an eine breitere Öffentlichkeit, zum an-deren auch an dem wirtschaftlichen, umwelttechnischen und infrastrukturellen Druck, dem sie in ihrer Materialität verstärkt ausgesetzt sind. Diese beiden Aspekte gehen jedoch Hand in Hand, da insbesondere bei mangelnder gesellschaftlicher Akzeptanz und Wertschätzung dem Druck durch andere Faktoren nachgegeben wird.

So entstehen zwei widerstreitende Pole, einerseits eine stärker werdende fachliche Lobby für Bauten, Ensembles und Grünanlagen der Nachkriegsmoderne, andererseits auch ein starker, gesellschaftlich verankerter Druck auf eben diese Objekte. Dies zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern auch im internationalen bzw. europäischen Kontext. Gerade in Osteuropa sind vor allem Bauten der Nachkriegsmoderne einerseits besonders gefährdet und andererseits immer mehr Thema neuer Forschungen. Diese beschränken sich aber größtenteils auf die Initiative Einzelner. Ein fachübergreifender, transnationaler Austausch findet kaum statt. Hinzu kommt, dass auch Informationen zu den baulichen Objekten dieser Zeit oft nur schwer zugänglich und vielerorts kaum vorhanden sind. Forschungen über den lokalen bzw. nationalen Rahmen hinaus sind so ohne einen Austausch zwischen den Forschern nur schwer möglich. Dies ist besonders zu bedauern, da die meisten Architekten dieser Zeit sich durchaus international orientierten.

Die Tagung, die sich speziell an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler richtet, gibt am ersten Tag Einblicke in einzel-ne Forschungsprojekte und architektonische sowie städtebauliche Fallstu-dien. Dabei wurde bewusst keine geographische Einordnung der Themen vorgenommen, um eine Erweiterung bisheriger Deutungsmuster zu ermöglichen. Am zweiten Tag werden verschiedene thematische Schwerpunkte gesetzt, wie die Konzeption von Stadtzentren oder zeittypische Wohnkonzepte in ihrer architektonischen und städtebaulichen Ausformung. Die Tagung schließt mit Fallbeispielen zum heutigen Umgang mit Gebäuden der Nachkriegsmoderne.

Das Programm der Tagung finden Sie unter:
http://www.denkmalpflege.tu-berlin.de/
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Stephanie Herold M.A., M.Sc. Fachgebiet Denkmalpflege, Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin, Hardenbergstraße 40A, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-28 075, Fax: -28 146, E-Mail: s.herold@isr.tu-berlin.de
Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.denkmalpflege.tu-berlin.de/

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