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Umweltbeobachtung in nah und fern

27.05.2016

Informatiker tauschen sich an der HTWK Leipzig zu Umweltinformationssystemen aus

Unter dem Leitthema „Umweltbeobachtung – Nah und Fern“ kommen am 2. und 3. Juni 2016 an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) Wissenschaftler und Praxis-Experten aus dem Bereich der Umweltinformatik zusammen. Anlass ist die „UIS 2016“, der 23. Workshop des Arbeitskreises „Umweltinformationssysteme“ (UIS) der Gesellschaft für Informatik, welcher jährlich an wechselnden Orten stattfindet.


Eine Drohne beim Einsatz in der Landwirtschaft.

Foto: RUCON Engineering Großschwabhausen

„Um den Zustand unserer Umwelt zu beschreiben, lässt sich eine Vielzahl möglicher Daten zu Rate ziehen – vom Tier- und Pflanzenbestand über die Temperatur- und Niederschlagsentwicklung bis hin zur Boden-, Luft- und Wasserqualität. Um aus diesen Daten Prognosen für die Zukunft ableiten zu können, müssen sie sinnvoll erfasst und weiterverarbeitet werden – schon aufgrund der schieren Datenmenge eine enorme Herausforderung. Bereitgestellt in Datenbanken, stellen Umweltdaten allerdings eine wertvolle Informationsquelle für Anwender in der Verwaltung, in der Land- und Forstwirtschaft oder im Naturschutz dar“, erklärt Thomas Kudraß, Professor für Datenbanken an der HTWK Leipzig und Organisator des Workshops.

Ein Schwerpunkt des diesjährigen UIS-Workshops liegt auf neuen Methoden und Technologien für die Datengewinnung in Umweltinformationssystemen. So können beispielsweise mit Drohnen erhobene Daten die umweltgerechte und effiziente Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen erheblich verbessern. Im Vergleich zu Luftbildern von Flugzeugen oder Satelliten sind Drohnen oft eine kostengünstige Alternative. Die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten von zivilen Drohnen zur Naherkundung wird Dr. Jörg Ruppe, Geschäftsführer des Unternehmens Rucon Engineering, im Eröffnungsvortrag des Workshops darstellen.

Im Anschluss beschäftigt sich die UIS 2016 mit dem aktuellen Trend „Mobile Sensing“, auch als „Crowd Mapping“ oder „Citizen Science“ bezeichnet. Dahinter verbirgt sich die Idee der Bürgerbeteiligung an wissenschaftlichen Prozessen, insbesondere durch die mobile Datenerfassung und Kartierung von Umweltdaten. Ein typisches Anwendungsfeld hierfür ist die Beobachtung der Natur durch Bürger, um beispielsweise das Vorkommen bestimmter Tier- und Pflanzenarten in einer Region zu dokumentieren. Der erste Workshoptag schließt mit einer Exkursion durch den Leipziger Auwald ab. Am zweiten Tag erwarten die Teilnehmer Vorträge aus dem Gebiet der Wald- und Forstwirtschaft sowie zu den eher technologisch getriebenen Gebieten „Big Data“, Geoinformationssysteme und mobile Lösungen.

Der Workshop findet im Geutebrück-Bau der HTWK Leipzig, Räume G 238 und G 239, Karl-Liebknecht-Straße 132, 04277 Leipzig, statt. Der Eintritt ist kostenlos; eine Anmeldung zum Workshop ist noch bis zum 30. Mai unter beitrag@ak-uis.de möglich.

Weitere Informationen:

http://www.ak-uis.de – Mehr Informationen und Programm auf der Website des Arbeitskreises „Umweltinformationssysteme“

Rebecca Schweier | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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