Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umwelt- und Energielösungen für Baden-Württemberg

12.02.2013
Anwendungsorientierte Projekte der Umwelt- und Energieforschung präsentiert das 15. „Statuskolloquium Umweltforschung Baden-Württemberg“ am 20. und 21. Februar 2013 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Dabei geht es unter anderem um Energiespeicher, Wasserstoff-Infrastruktur, Geothermie sowie klimarelevante Gase aus Böden. Veranstalter ist der Projektträger Karlsruhe, Abteilung Baden-Württemberg Programme (PTKA-BWP) des KIT im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Das zweitägige Kolloquium im Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) des KIT-Campus Nord umfasst insgesamt 20 Beiträge zu laufenden und gerade abgeschlossenen Forschungsprojekten, die das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft innerhalb des Programms BWPLUS (Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung) fördert. Unter den anwendungsorientierten Forschungsarbeiten aus den Themenbereichen „Klima und Umwelt“, „Moore und Organische Böden als Quellen und Senken klimarelevanter Gase“, „Herausforderung Erdwärme/Geothermie“, „Thermische Energiespeicher", „Energie/Energiespeichertechnologien“ sowie „Innovationsprogramm Wasserstoffinfrastruktur Baden-Württemberg“ sind auch drei Projekte, an denen das KIT beteiligt ist.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller eröffnet das Kolloquium am Mittwoch, 20. Februar, um 10 Uhr zusammen mit KIT-Vizepräsident Dr. Ulrich Breuer. In einem Impulsvortrag beleuchtet Professor Gerd Michelsen, Inhaber der Professur für Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Mitglied des UNESCO-Nationalkomitees „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, aktuelle Fragen zur sozial-ökologischen Forschung und Transdisziplinarität. Im Zeitalter der Energiewende tragen nicht nur innovative Technologien zur Realisierung neuer Lösungen bei, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch den Gesellschafts- und Kulturwissenschaften kommt dabei große Bedeutung zu, da die Verwirklichung von technischen Lösungen auch von der Akzeptanz in der Gesellschaft abhängt.

Über das neue Programm „Energie/Energiespeichertechnologien“ im Rahmen des BWPLUS-Programms fördert das baden-württembergische Umweltministerium bereits fünf Forschungsvorhaben mit rund drei Millionen Euro. Insgesamt hat die Landesregierung für das Programm sechs Millionen Euro bis zum Jahr 2015 bereitgestellt. In einer zweiten Ausschreibungsrunde können noch bis zum 15. Februar 2013 weitere Projektideen eingereicht werden. „Wir müssen Energie aus erneuerbaren Quellen wirtschaftlich zwischenspeichern und die Speicher in die Netze zwischen Erzeugern und Verbrauchern einbinden können. Diese großen technischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen müssen wir meistern, damit die Energiewende ein Erfolg wird“, so Minister Untersteller.

Unter anderem werden die neuesten Ergebnisse aus dem interdisziplinären Forschungsvorhaben „Ökologie von Zecken als Überträger von Krankheitserregern in Baden-Württemberg“ erwartet, die Wissenschaftler der Abteilung Ökologie und Parasitologie des Zoologischen Instituts sowie des Instituts für Geographie und Geoökologie des KIT gemeinsam mit Projektpartnern der Universität Hohenheim und des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg am 20. Februar ab 11.30 Uhr präsentieren. Das Projekt untersucht die Ökologie von Zecken in Bezug auf Lebensraum, Landnutzung, Wirtstiere und Klima und fragt, ob und wie diese Faktoren mit dem Auftreten von Zecken, ihrer Häufigkeit und einer damit verbundenen Gefahr der Übertragung von Krankheiten wechselwirken.

Der Projektträger Karlsruhe (PTKA) des KIT ist Partner und Mitgestalter bei der Förderung wissenschaftlicher Forschung und technischer Entwicklung. Seine Kernaufgabe besteht darin, seine Auftraggeber bei der programmgebundenen Projektförderung und Verbreitung von Forschungsergebnissen zu unterstützen. In der Abteilung Baden-Württemberg Programme werden zum Beispiel für das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für die Baden-Württemberg Stiftung Förderprogramme vorbereitet, umgesetzt und betreut.
Zum kompletten Programm des Statuskolloquiums:
http://www.ptka.kit.edu/downloads/ptka-bwp/Kolloquium_Programm_2013.pdf

Anmeldungen für die interessierte Öffentlichkeit unter bwp@ptka.kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt
23.01.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen
20.01.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie