Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU-Wissenschaftler erforschen die Männlichkeit

03.08.2011
Dresdner organisieren internationale Fachtagung

Was haben Terminator Arnold Schwarzenegger und Fußballer David Beckham gemeinsam? Sie verkörpern beide ein Bild von Männlichkeit - zwar ein ganz unterschiedliches - aber eins, das Wissenschaftler an der TU Dresdeninteressiert.

Während der Terminator als Mannmaschine funktionieren muss und keine Gefühle zulässt, ist David Beckham softer, hat gepflegte Haare und lackierte Fingernägel. In einem dreijährigen deutsch-amerikanischen Forschungsprojekt interessieren sich Forscher der TU Dresden genau für diese Unterschiede und welche Einflussfaktoren es dafür gibt.

Dafür arbeitet Professor Stefan Horlacher, Professur für Englische Literaturwissenschaft, mit Kollegen der Kent State University zusammen. In Romanen, auf Fotos, in Filmen und Dramen analysieren die Wissenschaftler, wie Männer dargestellt werden, wie sie sich verhalten und im Alltag umgehen. Und welchen Einfluss die jeweilige Kultur, Gesellschaft und historische Gegebenheiten und Krisen darauf haben.

Ein Wissenschaftsgebiet, das erst in den vergangenen 15 Jahren aktuell für die Forschung wurde. "Männer werden in den einzelnen Jahrzehnten ganz unterschiedlich dargestellt", sagt Professor Stefan Horlacher. Stand zunächst oft nur das reine Erfassen von verschiedenen Männlichkeitsbildern im Vordergrund, werden jetzt kulturspezifische und transnationale Perspektiven des Männlichen diskutiert.

Die Ergebnisse der Forschung werden auf drei internationalen Konferenzen vorgestellt. Eine erste fand im vergangenen Jahr in Dresden statt. Vom 5. bis 7. August 2011 treffen sich in dieser Woche 21 Wissenschaftler auf dem Gebiet an der Kent State University. Sie kommen aus den USA, Neuseeland, Großbritannien, Estland und Deutschland. Unter ihnen ist auch Professor Stefan Horlacher sowie die Dresdner Nachwuchswissenschaftler Mirjam Frotscher und Wieland Schwanebeck. Die dritte Konferenz ist im Sommer 2012 in Dresden geplant.

Die Forschungsarbeit wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert. Die finanziert die drei Konferenzen sowie Forschungsaufenthalte der Wissenschaftler beim jeweiligen Partner. Davon profitieren auch die Studenten. So sind im Wintersemester Seminare zum Thema geplant. Professor Kevin Floyd von der Kent State University ist dann an der TU Dresden zu Gast.

Informationen für Journalisten
Stefan Horlacher, Professur für Englische Literaturwissenschaft TU Dresden,
Tel.: +49 351 463-33848, Stefan.Horlacher@mailbox.tu-dresden.de
Wieland Schwanebeck, Doktorand an der Professur für Englische Literaturwissenschaft TU Dresden, Tel.: +49 172 1484680

Mathias Bäumel | TU Dresden
Weitere Informationen:
http://www.englitw.com
http://www.comparativemasculinities.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie