Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Hamburg ist Gastgeber der 6th SPHERIC

06.06.2011
Wieviel Energie bergen die Weltmeere? Was passiert bei Galaxie-Kollisionen? Wie kann man die Wirkung von Airbags verbessern? Noch bleiben Antworten auf diese Fragen im Ungenauen. Verlässliche Angaben könnte bald eine neue Berechnungsmethode liefern, an der Wissenschaftler aus aller Welt forschen: Die Smoothed-Particle-Hydrodynamics-Simulation (SPH) ist eine netzfreie Simulationstechnik. Sie steht vom 8. bis 10. Juni im Mittelpunkt einer vielbeachteten Konferenz in Hamburg.

Mehr als 100 Wissenschaftler aus Europa, USA, Kanada, Asien und Australien werden zur 6. Smoothed Particle Hydrodynamics European Research Interest Community-Konferenz (SPHERIC) auf Einladung der TU Hamburg erwartet.

Tagungsorte für diese weltweit einzigartige Konferenz zu dieser Simulationstechnik sind das Hotel Rilano in Hamburg-Finkenwerder sowie der Campus der TUHH. „Die Veranstaltung ist von besonderer Bedeutung für diesen aktuell stark wachsenden Teilbereich des wissenschaftlichen Rechnens, das zeigt sich auch in dem mit 85 Prozent sehr hohen Anteil ausländischer Teilnehmer“, sagt Professor Thomas Rung vom Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie der TU Hamburg-Harburg, Mitglied im europäischen SPH-Netzwerk.

Auf der Konferenz, die aufgrund ihrer ausgezeichneten wissenschaftlichen Qualität in diesem Jahr von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, ist die TU Hamburg mit zwei Beiträgen vertreten: Zum einen geht es um Auskolkungen von Hafenbecken bei Ablege-Manövern großer Containerschiffe und zum anderen um das Verhalten von in Panik geratenen Personen während Evakuierungen. Da Smoothed Particle Hydrodynamics (SPH)-Simulationen extrem rechenaufwendig sind und den Einsatz von Höchstleistungsrechnern verlangen, befassen sich mehrere Konferenz-Beiträge auch damit. Weitere Themen sind: die Entwicklung des Universums, Küstenschutz- und Tsunami-Simulationen, Vulkanausbrüche und Lavaflüsse, Energiegewinnung aus dem Meer, Gerölllawinen, Fischbewegungen, Unterwasserexplosionen, Beatmungsströmungen, Virtual-Reality-Techniken für Filme, Seeschlaglasten auf schwimmende Strukturen und hafenbauliche Probleme.

Wissenschaftler der TU Hamburg erhoffen sich von der neuen Simulationsmethode wichtige Erkenntnisse für den Hafenbau. Konkret geht es den Fluiddynamikern um den Einfluss von Schiffen auf die Hafensohle und die Kaimauer.

Die beim An -und Ablegen eines Schiffes entstehende hohe Strömungsgeschwindigkeit führt zu Auswaschungen des Hafenbodens, den die Kaimauer regelrecht unterwandernden so genannten Kolken. Mit genauen Kenntnissen über die Kräfteverteilung bei dieser Interaktion von Schiff, Wasser und Sandsohle, ließen sich Gegenmaßnahmen ergreifen und vor allen Dingen auch Kosten sparen. „Unser Ziel ist die Entwicklung einer Software, die die Realität exakt widerspiegelt“, sagt Christian Ulrich Doktorand am Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie der TU Hamburg, die in Deutschland führend ist in der Forschung maritimer Strömungs-Simulationen.

Jutta Katharina Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tuhh.de/6th-spheric

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie