Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transport and Air Pollution - Verkehrsabgase: Ziel erreicht?

06.05.2010
18. internationales Symposium

Der Wunsch nach Mobilität ist gross. Die Folgen sind bekannt: Der Verkehr wächst, die Luftverschmutzung nimmt zu. Gesucht sind Technologien und Massnahmen, die Gesundheit und Umwelt schützen, aber die Wirtschaft nicht behindern. Am internationalen Symposium «Transport and Air Pollution» am 18. und 19. Mai präsentieren Fachleute an der Empa den Stand der Forschung zu Verkehr und Luftverschmutzung und versuchen gemeinsam, praktikable Lösungen zu erarbeiten.

Manche Fahrzeuge sind heute so sauber, dass sie sogar die Luft reinigen. Damit befolgen sie schon jetzt Abgasvorschriften, die erst in den nächsten Jahren in Kraft treten werden. Diese erlauben dann nur noch Emissionen nahe der Nullgrenze. Ein Grund zum Aufatmen? Kaum, denn obwohl beispielsweise der Ausstoss an Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoffen (HC) durch restriktive Vorschriften deutlich zurückgegangen ist, stagnieren andere durch den Verkehr verursachte Emissionen auf nach wie vor hohem Niveau.

Messungen an stark befahrenen Strassen, etwa an der Zürcher Westtangente, zeigen, dass vor allem der Ausstoss an Stickstoffdioxid (NO2) – mitverantwortlich für die Ozonbildung – leicht zunahm. Martin Weilenmann, Empa-Abgasmodellierungsspezialist und Organisator des Symposiums weiss warum: «Verantwortlich dafür sind Dieselkatalysatoren, die unter bestimmten Bedingungen NO in NO2 umwandeln.» Und auch so genannte Sekundärschadstoffe, die durch Sonneneinstrahlung, Abkühlung oder chemische Prozesse aus Verkehrsemissionen entstehen, verschmutzen immer noch unsere Atemluft.

Lösungen hören nicht an Landesgrenzen auf

Sei es, dass Fachpersonen in Zürich Schadstoffe messen, oder, dass Wissenschaftskreise in Los Angeles untersuchen, ob Lärmschutzwände oder Büsche an den Highways die Anwohnerschaft auch vor Feinstaub schützen, sei es, dass im schwedischen Lund Forschende klären, wie Reifen mit Spikes und Strassenbeläge optimiert werden können, um gesundheitsgefährdende Nanopartikel durch Abrieb zu verhindern: All diese lokal untersuchten Probleme treten in ähnlicher Form weltweit auf. Lösungen dürfen deshalb nicht an Landesgrenzen halt machen, sondern müssen international umgesetzt werden.

So profitieren alle Fachleute von den Antworten ihrer KollegInnen. Welche Erfahrungen etwa machten die Verantwortlichen in Kopenhagen mit dem Einrichten von Umweltzonen, in denen Fahrzeuge mit besonders hohen Schadstoffemissionen nicht mehr fahren dürfen? Wie hat sich die Luftqualität seither verändert? Und welche Messmethoden und Modellierungen eignen sich besonders zur Kontrolle?

Am Internationalen Symposium «Transport and Air Pollution» werden sich am 18. und 19. Mai mehr als 150 Wissenschaftler und Forscherinnen aus der ganzen Welt an der Empa treffen. Die Expertinnen und Experten zu den Themen Verkehrs- und Luftschadstoffe tauschen in rund 100 Referaten die neuesten Forschungsergebnisse aus und schaffen so die Grundlagen für Entscheidungsträger, die dann die geeigneten Massnahmen gegen die Luftverschmutzung durch den Verkehr einleiten können. Das Symposium findet seit 1986 jährlich an verschiedenen Orten statt, 2010 zum ersten Mal in der Schweiz.

Rémy Nideröst | idw
Weitere Informationen:
http://www.empa.ch/TAP2010

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie