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Tracerversuch an der Saale

02.04.2013
Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) untersucht Fließgeschwindigkeiten

Am Donnerstag, den 04. April 2013, führt die Bundesanstalt für Gewässerkunde (Koblenz) an der Saale eine Untersuchung zur Bestimmung von Stofftransport-Laufzeiten durch. Dabei wird in Naumburg im Bereich der Straßenbrücke zum Ortsteil Henne (Saale-km 160,0) gegen Mittag ein Fluoreszenz-Farbstoff (Sulforhodamin G) ins Gewässer eingebracht, dessen Ausbreitung in Saale und Elbe verfolgt wird.

„Der Markierungsstoff wird im Bereich der Einleitungsstelle deutlich sichtbar sein, er ruft im Gewässer eine rot-orange Färbung hervor“, so Stephan Mai, der Leiter der Traceruntersuchung. „Aufgrund der fortschreitenden Vermischung und Verdünnung ist die Färbung jedoch nach etwa 10 km Fließstrecke mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar“. Die Wissenschaftler der BfG werden die Konzentration des Markierungsstoffes im Wasser mit speziellen Geräten zur Messung der Fluoreszenz (Fluorometer) erfassen. Der Tracer Sulforhodamin G ist umweltneutral und unschädlich für Wasserorganismen. Die Genehmigung zur Einbringung des Farbstoffs wurde durch die Untere Wasserbehörde erteilt.

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert für jedes Flussgebiet den Aufbau von Strukturen zur Frühwarnung. Daher findet die jetzige Untersuchung im Rahmen der Ausweitung des Elbe-Alarmmodells (ALAMO) auf die Nebenflüsse Saale und Moldau statt. Diese Erweiterung erfolgt auf Wunsch der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE). Ferner dienen die im Versuch gemessenen Transportzeiten auch zur Kalibrierung weiterer Modelle, mit denen die BfG bei hydrologischen Extremsituationen, Unfällen und anderen Schadensereignissen Ausbreitungsprognosen in den großen deutschen Flüssen (Bundeswasserstraßen) erstellen kann.

An der Saale sind Kontrollmessungen in Oeblitz, Bad Dürrenberg, Rischmühle, Planena, Halle-Trotha, Wettin, Alsleben, Bernburg, Calbe und Rosenburg geplant. Desweiteren werden an der Elbe in Barby, Magdeburg, Tangermünde, Wittenberge und Geesthacht Messungen durchgeführt.

Weitere fachliche Informationen:
Dr. Stephan Mai, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Fon 0261/1306 5322, Mail: mai@bafg.de

Kontakt und Adresse für Belegexemplar: Benno Dröge, Pressesprecher, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Tel. 0261/ 1306-5461, Fax: 0261/ 1306 5333, E-mail: droege@bafg.de, Internet: www.bafg.de
Weitere Informationen:
http://www.bafg.de/DE/Service/presse/presse_node.html
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Alfred Hommes | idw
Weitere Informationen:
http://www.bafg.de

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