Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Think big – Großgeräte in der Physik

09.04.2013
Am Freitag, 19. April 2013, stellen Experten in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften unter dem Motto „Think big“ Großgeräte der Physik vor, die aktuell in Wissenschaft und Forschung z.B. in der Astronomie, am Forschungsreaktor der TU München in Garching, am CERN oder in der Kernfusionsforschung eingesetzt werden.

Um zu verstehen, wie sich unser Universum entwickelt hat, ist es nötig, sowohl die kleinsten Bausteine, die Elementarteilchen, als auch die größten uns bekannten Strukturen, die Galaxien, zu erforschen. Dazu benötigt man Geräte, die Zustände erzeugen können, wie sie kurz nach dem Urknall vorherrschten.

Die gegenwärtig in der Physik eingesetzten Großgeräte machen es möglich, das Universum von den kleinsten Abständen im Elementarteilchenbereich bis hin zu sehr großen Skalen zu untersuchen. So konnte 2012 am Large Hadron Collider (LHC) des CERN bei Genf ein neues schweres Teilchen nachgewiesen werden, bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um das schon lange postulierte Higgs-Teilchen (Higgs-Boson) handelt.

Am anderen Skalenende werden über die Europäische Südsternwarte (ESO) in Chile mit unterschiedlichen Teleskopen, Antennen und Instrumenten nicht nur Planeten, Monde und Kometen unseres Sonnensystems beobachtet, sondern auch die entferntesten bekannten Objekte: Galaxien, die kurz nach dem Urknall entstanden sein müssen.

Neben ESO und CERN werden bei dem Symposium als weitere Großgeräte vorgestellt: die Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der TU München, an der Grundlagen- und angewandte Forschung betrieben wird – von der effizienten Energiespeicherung bis zur Medizintechnik –, und die Versuchsanlagen, die künftig zum Bau eines Fusionskraftwerks und damit zur Energieversorgung der Zukunft dienen sollen.

Das vom Akademiemitglied Andrzej Buras und von Stephan Paul (beide TU München) organisierte Symposium des BAdW Forums Technologie ist nicht nur eine Reise durch die spannende Welt der physikalischen Forschung, es dient auch der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung: Dank großzügiger Fördermittel, die die Akademie für den wissenschaftlichen Nachwuchs einwerben konnte, informieren sich am 18. und 19. April 2013 rund 120 ausgewählte Schülerinnen und Schüler von Gymnasien aus ganz Bayern bei dem Symposium über die aktuellen Entwicklungen in der Physik und haben die Möglichkeit, mit den Forschern zu diskutieren.
Zuvor erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblick in den Forschungscampus Garching: Sie besichtigen die Forschungsneutronenquelle der TU
München, das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik sowie das Leibniz-Rechenzentrum der Akademie, in dessen Höchstleistungsrechner SuperMUC extrem große Datenmengen gespeichert und verarbeitet werden.

Symposium „Think big“ – Programm
13.30 Uhr: Begrüßung
Prof. Dr. Karl-Heinz Hoffmann, Präsident der BAdW
Prof. Dr. Joachim Hagenauer, Vorsitzender der Kommission BAdW Forum Technologie

13.50 Uhr: Die Erforschung des Universums – Warum wir große Forschungsgeräte bauen
Prof. Dr. Stephan Paul, TU München, Garching

14.20 Uhr: Himmelsbeobachtungen verändern unser Weltbild
Prof. Dr. Bruno Leibundgut, Europäische Südsternwarte (ESO), Garching

14.50 Uhr: Licht im Dunkel – Neutronen für Grundlagenforschung,
Ingenieurwissenschaften und Medizin
Prof. Dr. Winfried Petry, Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), TU München, Garching

15.20 Uhr: Kaffeepause
15.50 Uhr: Kernfusion – die Energiequelle der Sterne auf der Erde nutzen
Prof. Dr. Sibylle Günter, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP),
Garching/Greifswald

16.20 Uhr: Eine kleine Reise durch die Welt der Teilchen
Dr. Jennifer Girrbach, Institute for Advanced Study TUM-IAS, Garching

16.50 Uhr: Die Suche nach dem Higgs-Boson und mehr am LHC
Dr. Peter Jenni, European Organization for Nuclear Research (CERN), Genf

17.30 Uhr: Ende der Veranstaltung
Symposium: Think big – Großgeräte in der Physik
Termin: Freitag, 19. April 2013, 13.30 bis 17.30 Uhr
Ort: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München, Plenarsaal, 1. Stock
Keine Anmeldung erforderlich
Informationen und Programm: http://www.badw.de/aktuell
Medienvertreter sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Wenn Sie an einem Interviewtermin mit den Referenten des Symposiums interessiert sind, wenden Sie sich bitte an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Junges Kolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern.

Dr. Ellen Latzin | idw
Weitere Informationen:
http://www.badw.de/aktuell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen
23.08.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Logistikmanagement-Konferenz 2017
23.08.2017 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie