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Therapien der Zukunft bei Krebs und Alzheimer

26.10.2010
Ernst-Klenk-Symposium diskutiert Mechanismen und innovative Therapiemöglichkeiten bei der Entstehung von Krebs, Parkinson und Alzheimer

Krebs, Arteriosklerose, Parkinson, Alzheimer oder Störungen des Immunsystems: An all diesen Erkrankungen sind körpereigene Sauerstoffradikale beteiligt. Sie können Zellen schädigen und sind entscheidend für die Entstehung und den Verlauf der Erkrankungen.

Erzeugt werden die Sauerstoffradikalen durch eine Gruppe von Enzymen im Körper des Menschen, den sogenannten NOX Oxidasen. Durch die Erforschung der NOX Oxidasen könnten sich in Zukunft neue Therapien ergeben. In Köln treffen sich nun Mediziner und Molekularbiologen von internationalem Ruf zum 26. Ernst Klenk-Symposium am Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK), um über ihre neuesten Forschungsergebnisse über die Enzyme zu berichten.

Unter der Abkürzung „NOX Oxidasen“ fassen Fachleute eine Gruppe von körpereigenen Enzymen, den NAPDH Oxidasen (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat) zusammen, die Sauerstoffradikale, sogenannte reaktive Sauerstoffspezies (ROS - reactive oxygene species), erzeugen. Lange Zeit wurden den ROS ausschließlich schädliche Wirkungen durch die Oxidation lebenswichtiger Biomoleküle zugeschrieben, die auch als „oxidativer Stress“ bezeichnet werden.

Einfache Behandlungsstrategien der Inaktivierung von Sauerstoffradikalen, beispielsweise durch die hochdosierte Gabe von Vitamin C oder Vitamin E, brachten keine medizinischen Erfolge. Heute ist klar, dass die kontrollierte, fein dosierte und örtlich begrenzte Erzeugung von ROS durch NOX Oxidasen für viele Lebensprozesse absolut notwendig ist. Andererseits haben Studien gezeigt, dass die fehlregulierte Erzeugung von ROS durch NOX Oxidasen zur Entstehung und zum weiteren Verlauf vieler Erkrankungen beiträgt. ROS sind somit sowohl bei physiologischen Lebensprozessen als auch im Krankheitsgeschehen ein zweischneidiges Schwert, dessen Verständnis ganz neue Optionen für die zukünftige Therapie einer Vielzahl von Erkrankungen verspricht.

Dem Leiter des ZMMK, Professor Martin Krönke, ist es gelungen, einen der bedeutendsten Experten auf dem Gebiet der Forschung an Sauerstoffradikalen als wissenschaftlichen Koordinator des diesjährigen Ernst Klenk Symposiums zu gewinnen: Professor Karl-Heinz Krause, von der Universität Genf. Professor Krause hat für dieses Symposium die international führenden Experten aus dem Gebiet der NOX Oxidasen als Sprecher für das Ernst Klenk Symposium gewinnen können.

Das Symposium findet im MTI-Hörsaalgebäude der Medizinischen Fakultät (Gebäude 44b, Joseph-Stelzmann Str. 52, 50931 Köln) statt. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, den 04. November 2010 um 13.00 Uhr und wird am Samstag, den 06. November 2010 gegen 13.00 Uhr enden. Das Programm des 26. Ernst Klenk Symposiums sowie weitere Informationen sind unter www.zmmk.uni-koeln.de abrufbar.

Um direkt mit Herrn Professor Krause, Herrn Professor Krönke und weiteren Experten zu sprechen, laden wir Sie recht herzlich zu einem Pressegespräch am 05. November 2010 ein. Treffpunkt: um 13:00 Uhr an der Klenk-Rezeption im MTI-Hörsallgebäude der Med. Fakultät

Bei Interesse bitten wir um eine kurze Rückmeldung an: Dr. Debora Grosskopf-Kroiher, Tel. 0221 - 478-5552, debora.grosskopf-kroiher@uni-koeln.de

Ort: MTI-Hörsaalgebäude der Medizinischen Fakultät, Gebäude 44b, Joseph-Stelzmann Str. 52, 50931 Köln

(Zugang über den Studentenweg - Robert-Koch-Str.)

Wann: Donnerstag, 04. November 2010, 13.00 Uhr bis 06. November 2010 13.00 Uhr

Pressegespräch: Am Freitag, den 05. November 2010 um 13:00 Uhr im MTI-Hörsallgebäude der Med. Fakultät

Bei Interesse bitten wir um eine kurze Rückmeldung an Dr. Debora Grosskopf-Kroiher

Bei Rückfragen: Dr. Debora Grosskopf-Kroiher, Tel. 0221 - 478-5552, debora.grosskopf-kroiher@uni-koeln.de

Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.zmmk.uni-koeln.de

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