Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technik-Forum 08: Werkstoffkunde auf dem Prüfstand - Perfektion und Optimierung

13.11.2008
Neueste Forschungsergebnisse, hochkarätige Referenten, hohe Teilnehmerzahlen und die Ausweitung des Tagungsprogramms - das Technik-Forum der Hochschule Pforzheim am Mittwoch, 19. November 2008, ist beim Thema Kaltumformungen von Metallen eine der ersten Adressen. Die achte Auflage des von der Max- und Erni-Bühler-Stiftung zusammen mit der Fakultät für Technik veranstalteten Forums beginnt um 11 Uhr im Foyer des Technik-Gebäudes, Tiefenbronner Straße 66, Pforzheim.

Seit ihrer Gründung 1993 fördert die Max- und Erni-Bühler-Stiftung Wissenschaft und Forschungen auf den Gebieten der Kaltumformung. Beim Technik-Forum werden traditionell die neusten Forschungsergebnisse vorgestellt.

Das Forum, das bis einschließlich 2008 im Jahresrhythmus veranstaltet wird, steht vor einer Umstrukturierung. Hochschule und Stiftung planen, dass Programm auszuweiten, die Tagung im Zwei-Jahres-Rhythmus zu veranstalten und eventuell auf zwei Tage auszudehnen. Bereits am 19. November 2008 erwartet die Teilnehmer ein deutlich aufgestocktes Vortragsprogramm.

Im Jahr 2002 begann im Rahmen der Bühler-Stiftungs-Förderung das sehr erfolgreiche Teilprojekt "Potenziale des Laserauftragsschweißens im industriellen Einsatz". "Vereinfacht ausgedrückt, geht es um eine effektive und wirtschaftliche Erhöhung der Lebensdauer von komplexen Werkzeugen für die Umformtechnik", formulierte Diplom-Ingenieure Andreas Baum, der seine aktuellsten Ergebnisse beim Forum präsentiert. In den vergangenen Jahren erzielte das Team deutliche Fortschritte im Bereich der laserbeschichteten Werkzeuge für die Kaltumformung. Durch den gezielten Einsatz bestimmter funktionaler Hartmetallschichten, die auf die Werkzeuge - z. B. Walzen - per Lasertechnik aufgetragen werden, wird der Verschleiß reduziert. Die Folge: Die Werkzeuge sind länger einsatzfähig, wodurch insbesondere Kosten für die Anwender nachhaltig eingespart werden können.

Je nach Wahl des Hartmetalls ändern sich die Eigenschaften der Beschichtung. Im vergangenen Jahr arbeitete Baum an der Ermittlung von detaillierten Kennwerten der eingesetzten Legierungen. Abhängig vom Einsatz der Walze können durch die Wahl des aufzutragenden Hartmetalls verschiedene Eigenschaften erreicht werden. Baum ermittelte mit Hilfe von standardisierten Prüfverfahren für die Hartmetalle feste Kennwerte, die in einer Datensammlung erfasst sind. Mit Hilfe dieser Kennwerte lassen sich die Eigenschaften der Legierungen voraussagen, bestimmte Charakteristika bewusst erzeugen und verschiedene Hartmetalle miteinander kombinieren, um bestimmte Eigenschaften zu erhalten.

Neben den Fortschritten des von der Bühler-Stiftung geförderten Projektes sind die Neuigkeiten aus dem Bereich der Werkstoffkunde Dreh- und Angelpunkt des Forums. Professorin Brigitte Nestler, Hochschule Karlsruhe, "zoomt sich" in ihrem Referat "per Computersimulation in ein Werkstück hinein". In dem Vortrag "Simulationsmethoden in der Werkstoffkunde" zeigt die Informatikprofessorin Wege auf, kostspielige Versuchsreihen künftig durch Simulationen zu ersetzen. Nestler greift damit ebenfalls das Thema Potenziale der Kostenreduzierung auf, dieses Mal in der Materialentwicklung und -prüfung. Das Thema ist Bestandteil eines Forschungsprojektes der Hochschulen Karlsruhe, Aalen, Pforzheim, der Universitäten Karlsruhe und Tübingen sowie dem Frauenhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Freiburg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

Weitere Themen des Technik Forums: Optimierungen und Auswahlkriterien im Bereich der Kupferbasislegierungen sind die Themen von Herrn M. Sc. Andreas Zilly, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Werkstoffentwicklungs- und -prüflabor der Hochschule Pforzheim. Dr. Jörg Vetter, Sulzer Metaplas GmbH, geht auf neue Hochleistungs-Hartstoffbeschichtungen ein. Den fachlichen Abschluss des Forums wird in diesem Jahr Frau Ursula Christian, ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin am Werkstoffentwicklungs- und -prüflabor der Hochschule Pforzheim, übernehmen und über das so wichtige, aber leider in vielen Unternehmen so stiefmütterlich behandelte Gebiet der Analyse und Behebung von Verarbeitungsproblemen und Ausfallursachen referieren. Christian ist ebenfalls Mitglied der Pforzheimer Forschungsgruppe, die von der Max- und Erni-Bühler-Stiftung gefördert wird.

Das Wirken der Bühler Stiftung und die Zusammenarbeit mit der Hochschule Pforzheim stehen ab 18.30 Uhr in der Abschlussveranstaltung des Technik-Forums auf dem Programm. Dr. Werner Hansis, Vorstand der Max- und Erni-Bühler-Stiftung, Christel Augenstein, Oberbürgermeisterin der Stadt Pforzheim und Professor Martin Erhardt, Rektor der Hochschule Pforzheim, leiten mit ihren Grußworten zum Vortrag von Professor Hanns Ruder über. Thema des Studium-Generale Vortrags der im Rahmen des Technik-Forums stattfindet: "Was auch Einstein gern gesehen hätte - Visualisierung relativistischer Effekte". Der humorvolle, anschauliche Vortrag des anerkannten theoretischen Astrophysikers beginnt um 19.00 Uhr im Walter-Witzenmann-Hörsaal, Tiefenbronner Strasse 65.

Die Stiftung und die Fakultät Technik der Hochschule erwarten zum Technik-Forum "ein volles Haus". Der Anmeldestand liege bereits deutlich über dem des Jahres 2007. Die Konzeptänderung - Verlängerung der Tagung, Ausweitung des Vortragsprogramms - "kommt bei den interessierten Fachleuten gut an", bilanzierten die Organisatoren.

Sabine Laartz | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-pforzheim.de
http://www.buehler-stiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise