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Dr. Andreas Christian, Professor für Biologie und Ihre Didaktik an der Universität Flensburg, untersucht innerhalb der Forschergruppe vor allem biomechanische Fragestellungen und geht dabei der Frage nach, wie die Physik den Körperbau der Dinosaurier bestimmt. Auf der Tagung, an der etwa 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilnehmen, werden die verschiedenen Arbeitsgruppen ihre neuen Ergebnisse zur Evolution des Gigantismus bei Sauropoden vorstellen.
Die Forschergruppe "Biology of the Sauropod Dinosaurs: The Evolution of Gigantism" wurde 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG an der Universität Bonn eingerichtet. Sie wird geleitet von Prof. Dr. P. Martin Sander, Universität Bonn. Die Gruppe geht der Frage nach, warum die Sauropoden - eine Gruppe der Dinosaurier - so gigantische Ausmaße annehmen konnten und wie ihre Körper funktionierten. Die Gruppe arbeitet interdisziplinär, sie vereint Forscher aus der Paläontologie, Zoologie und Biomechanik von Universitäten in Deutschland und der Schweiz.
Die Sauropoden waren die größten Tiere, die je die Erde bewohnten, ihre größte Verbreitung und Vielfalt erreichten sie im späten Jura. Sie waren durch einen kompakten Körper mit vier säulenförmigen Beinen, einen kleinen Kopf mit einem meist sehr langen Hals und einen sehr langen Schwanz gekennzeichnet. Kürzlich fand die Forschergruppe heraus, dass die Sauropoden das Kauen vermieden haben mussten, um ihren großen Energiebedarf decken zu können. Für ein Durchkauen der Nahrung wäre der Tag einfach zu kurz gewesen, die Zeit hätte nicht gereicht. Prof. Dr. Andreas Christian wieß mit der Forschergruppe schon vor einiger Zeit anhand biomechanischer Berechnungen nach, dass zumindest einige Sauropoden auch in der Lage waren, ihren Hals nach oben zu strecken, das Knochengerüst und die Mechanik ließen dies durchaus zu. In einem im Sommer veröffentlichten Beitrag in der Fachzeitung Royal Society Journal Biology Letters ging er mit der Forschergruppe der Frage nach, wie die Sauropoden ihre langen Hälse bei der Nahrungsaufnahme einsetzten. Anhand von physiologischen Modellrechungen, zeigte es sich, dass sich das Fressen in der Höhe durchaus für die Sauropoden energetisch rechnete, wenn die Nahrung spärlich verteilt war.
Die Tagungsthemen sind vielfältig, sie sollen ein umfassendes Bild der Biologie der Sauropoden entwerfen, diskutiert wird unter anderem über die Biomechanik, Ökologie, Nahrungsaufnahme, Verdauung und Fortpflanzung der Sauropoden. "Um die extreme Größe dieser Tiere zu verstehen, muss man ihre Biologie umfassend betrachten", erläutert Prof. Dr. Andreas Christian.
Kontakt: Prof. Dr. Andreas Christian, Universität Flensburg, Tel.: 0461/805-2313, Email: christian@uni-flensburg.de
Hinweis für die Presse: Am Sonntag, 21. November, steht Prof. Dr. Andreas Christian Journalisten in der Phänomenta Flensburg ab 11.30 Uhr in der Phänomenta für ein Gespräch zum Thema Riesenwuchs bei Sauropoden zur Verfügung. Bei Interesse an einem Gespräch bitte eine kurze Rückmeldung per Mail an presse@uni-flensburg.de
Dr. Helge Möller | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-flensburg.de
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